Kik mal, Muttern, Kik!
05.08.2010, Beitrag von Suppenkasper
Kik mal, Muttern, Kik!
Ein vergitterter Saal ist der Arbeitsplatz für die Näherinnen von KiK. – Foto: NDR
Kik mal, Muttern, Kik!
Kik, Prospekt von Kik.
Kik, die Hose von Kik,
Kik, Verona bei Kik.
Kik mal, Muttern, Kik!
Kik, die Preise Kik.
Kik, im Fernsehen Kik.
Kik die Fabrik, Kik.
Kik mal, Muttern, Kik!
Kik die Arbeiter, Kik.
Kik in Bangladesh, Kik.
Kik zahlt Hungerlohn, Kik.
Kik mal, Muttern, Kik!
Kik, Arbeiter verdroschen, Kik.
Kik wie Krieg, Kik.
http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/2008/03/13/kik-staender/kik-staender.html
Kik, nie wieder Kik!
Aktualisiert am 5. August 2010


[Ø 3,83]






“Hilfe gegen das KiK-Syndrom”
Um Niedriglöhne wie beim Textildiscounter KiK zu verhindern, wollen Gewerkschaft und Einzelhandelsverband einen Mindestlohn vereinbaren. Die Billigkette gibt sich reumütig.
Den Artikel von HANNES KOCH
kann man hier lesen : http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/hilfe-gegen-das-kik-syndrom/
Find’ ich toll. Nun endlich, da das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Jedenfalls sind 10 € eine runde Summe. Peinlich wird es erst dann, wenn beim Mindestlohn angefangen wird zu feilschen und den Proleten jeder cent vorgerechnet wird. Ein Luxus, den sich Reiche beispielsweise nicht leisten können, weswegen sie auch weniger glücklich sind.
KiK und Co. lassen für 14 Cent pro Stunde schufften
Wer in einer der 2900 KiK-Filialen einkauft, zahlt wenig. Dazu passend lächelt Verona Pooth – natürlich in KiK-Klamotten. Die Discountkette gibt sich gerne schick und modisch und gleichzeitig preiswert. Doch während Frau Pooth fleißig für KiK lächelt und vor kritischen Fragen wegläuft, zahlen Näherinnen in Bangladesch den Preis für das, was wir uns in Deutschland sparen. Das Thema wird nun endlich kritisch in den deutschen Medien aufgegriffen. Entwicklungspolitiker Niema Movassat befasst sich seit längerer Zeit mit der Situation der unterbezahlten Näherinnen. Bereits im April hat er Bangladesch besucht und mit Vertretern der Arbeiterbewegung gesprochen.
Sie schuften sich kaputt zu miesen Arbeitsbedingungen, damit in Deutschland der Preis niedrig ist. 20 bis 35 Euro im Monat, also um die 14 Cent pro Stunde, mehr ist nicht drin. Arbeitszeiten von 12 bis 14 Stunden pro Tag sind keine Seltenheit – und das sieben Tage in der Woche. Reden ist während der Arbeitszeit verboten. Schriftliche Arbeitsverträge gibt es selten, Überstunden werden nicht bezahlt. Wer sich weigert, so viel zu arbeiten, fliegt raus. Bei etwa 40 Prozent Arbeitslosigkeit in Bangladesch gibt es keinen Mangel an Arbeitswilligen, selbst unter diesen sklavenähnlichen Bedingungen.
Indes wächst die Wut in Bangladesch.
Hier weiterlesen:
http://www.linksfraktion.de/wortlaut.php?artikel=1564500529
@Suppenkasper,
wenn es in den eigenen Kram paßt, heult man schon mal zusammen mit den von den GEZ-Zwangsgebühren gemästeten Angehörigen der MSM. Haben Sie sich eigentlich auch mal gefragt, wieviele Hartz IVer Sie hinter sich versammeln könnten, riefen Sie zum Boykott dieser Kette auf? Ich bin sicher, daß Ergebnis dürfte ziemlich jämmerlich ausfallen.
Für einen aufrechten Linken, ob nun mit oder ohne Hartz IV, verbietet sich der Besuch dieser Läden ohnehin:
http://tinyurl.com/33boqh6
Pobatschnig K.
!!! Heute abend (11.08) ZAPP- Sendung um 23:05 NDR
Themeninfo/Textauszug von Zapp:
*
Verschwiegene Konzerne – Recherchen bei Aldi, Kik und Co
Es gibt kaum Bilder der heimlichen Herrscher der Discounter und selten Antworten auf Anfragen. Eine Reihe von Konzernen hüllt sich gegenüber Journalisten in Schweigen. Umso mehr gibt es aufzuklären – allen Widerständen zum Trotz.
@Pobatschnig Karl!
Mit dem Link waren Sie mal wieder viel zu langsam, siehe oben und ich will auch noch nicht einmal behaupten, das diese seltsame Form der Ständer beabsichtigt ist, ich möchte mich aber auch davor hüten das Gegenteil zu behaupten.
Man wird keinem Hartz IV-Empfänger vorwerfen dürfen dort zu kaufen, da ihnen ja kaum etwas b i l l i g e r e s übrig bleibt.
Aber bestimmt könnte diese Kette auch immer noch preiswert
ihre Waren verkaufen, wenn sie den Lohnarbeitnehmerinnen hier in Deutschland einen Mindestlohn von 10 Euro in der Stunde zahlen würde und auch den Näherinnen z.B in Bangladesh einen Lohn, der diesen Menschen auch ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.
Es geht immer auch anders, man muss es nur wollen!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Dieter Wege
@Hans-Dieter Wege,
Kommentar #3: Respekt! Mal nicht den gesamten Beitrag von Herrn Movassat per “copy & paste” in die BZ übernommen, sondern selber eine gelungene Zusammenfassung mit allen wichtigen Punkten erstellt. Allerdings fehlt mir für so etwas meistens die Zeit und deswegen verwende ich für diese Arbeit das Programm Summarizer von Copernic, dessen Anschaffung Sie bei der Menge der von Ihnen erstellten Kommentare vielleicht auch in Erwägung ziehen sollten. Den Beitrag selbst zu bewerten, erspare ich mir. Allerdings dürfte es bei den leeren öffentlichen Kassen schwierig werden, der Bevölkerung eine Neuauflage des Programms Cap Anamur zu vermitteln.
>Mit dem Link waren Sie mal wieder viel zu langsam, siehe …
Auch ich werde älter. (schnief)
>Man wird keinem Hartz IV-Empfänger vorwerfen dürfen …
Ihr Verständnis für die Belange der sozial Schwachen ist immer wieder bewundernswert.
>Aber bestimmt könnte diese Kette auch immer noch preiswert …
Dazu traue ich mir ohne vorherige Einsichnahme in die betriebswirtschaftliche Kalkulation kein Urteil zu und vielleicht sollten Sie dies auch bedenken, bevor Sie die Aussagen von Politikern – nicht nur die der Linkspartei – kritiklos übernehmen. Für Aussagen von Gewerkschaftern gilt selbstverständlich das gleiche.
Abschließend möchte ich zum genannten Beitrag noch erwähnen, daß er wieder einmal deutlich zeigt, für was die Herzen von Parlamentariern mit Migrationshintergrund schlagen. Bleibt mir also nur noch übrig weiterhin zu hoffen, daß die von Freiberg, Schwan und Sommer prognostizierten sozialen Unruhen nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen und die Karten dann nicht nur neu, sondern auch zum Vorteil der autochthonen Bevölkerung gemischt werden.
Freundliche Grüße auch Ihnen
Pobatschnig K.
Sprössling 7,
“auch zum Vorteil der autochthonen Bevölkerung gemischt werden.” Mal eine Fräge: Welchen Vorteil hat denn hierzulande die nicht autochthone Bevölkerung ihrer werten Meinung nach? Ich kann keinen erkennen, außer dass Nicht – Autochthone häufig diffamiert werden.
@imp,
>Mal eine Fräge: Welchen Vorteil …
möchten Sie mich hier etwa zu einer strafbewehrten Äußerung verleiten? Sie werden sicher Verständnis dafür aufbringen, wenn ich diesem Wunsch nicht nachkomme. Nehmen Sie doch neben linken bzw. MSM-Publikationen auch gelegentlich solche aus dem rechten Spektrum zur Kenntnis. Das erweitert zumindest den politischen Horizont. Wenn Sie allerdings befürchten müssen, daß Ihnen der Kauf oder die Lektüre rechter Publikationen Nachteile bescheren könnte: die Kommentarspalten der taz sind von Zeit zu Zeit auch recht informativ.
Gratulation übrigens! Auf den Ausdruck Nicht-Autochthone wäre ich niemals gekommen. Wie Sie in meinem Kommentar #7 sicher bemerkt habe, verwende ich den PC-konformen Ausdruck ” … mit Migrationshintergrund” und solange ” … ohne Migrationshintergrund” nicht zur offiziellen Lesart erhoben wird, sage/schreibe ich weiter autochthon.
Pobatschnig K.
Nr.9, autochthon, Sie scheinen zumindest die griechische Sprache ja richtig zu lieben? Und ja auch anscheinend die deutsch griechische Sprachvermischung?
Da sind Sie ja endlich auf dem besten Weg zum Weltbürger!
Dann sind Sie es doch, dem man endlich gratulieren muss!
Herzlichen Glückwunsch!
Suppenkasper
@Suppenkasper,
>Nr.9, autochthon, Sie scheinen zumindest die griechische Sprache ja richtig zu lieben?
Leider habe ich nicht die dafür notwendige Bildung genossen, welche mir das Beherrschen und damit die Liebe zu klassischen Sprachen ermöglicht hätte.
>Und ja auch anscheinend die deutsch griechische Sprachvermischung?
Hätten Sie vorher in Wikipedia nachgelesen oder die hier ansonsten schreibende Diplom-Sozialistin befragt, würden Sie nicht so einen Unfug schreiben. Ich zitiere (verkürzt:):
#
“autochthon steht in der Sozio- und Ethnologie für die ursprüngliche Bevölkerung eines Gebietes”
#
und im Gegensatz dazu:
#
“allochthon bezeichnet in der Soziologie Menschen fremder Herkunft oder Abstammung”
#
>Da sind Sie ja endlich auf dem besten Weg zum Weltbürger!
Ich habe viele Jahre als Expatriate gearbeitet, ohne dabei zum Weltbürger zu mutieren. Denn daß ich mich meiner Herkunft zu schämen habe, erwartet man von mir nur hier in Deutschland.
>Dann sind Sie es doch, dem man endlich gratulieren muss!
Verbindlichen Dank. Ich bin aber schon zufrieden, wenn Sie mich nur meiner politischen Ansichten und nicht meiner Herkunft wegen verachten.
Schönes Wochenende
Pobatschnig K.
@Pobatschnig Karl! Ich hatte vorher im Wikipedia nachgeschaut!
Und übrigens, ich verachte Sie nicht wegen Ihrer Herkunft.
Und Ihre politischen Ansichten sind Ihr Problem.
Aber in Ihrem Kommentar Nr. 9 haben Sie doch nachweislich dem Imp. zu der Sprachvermischung Nicht-Autochthone gratuliert. Vielleicht hätten Sie da mal vorher selbst in Wikipedia schauen sollen? Ansonsten kommt das irgendwie inkonsequent rüber, auch wenn ich gerade das ja eigentlich nur begrüße.
Und ich persönlich erwarte überhaupt nicht von Ihnen, dass Sie sich Ihrer Herkunft schämen müssen.
Und ihr Kommentar Nr.9 lässt ja zu den politischen Ansichten vielleicht doch noch ein klein wenig Hoffnung aufkommen!
Auch Ihnen ein sonniges freundliches Wochenende
Suppenkasper
Sprosse 9,
“möchten Sie mich hier etwa zu einer strafbewehrten Äußerung verleiten? Sie werden sicher Verständnis dafür aufbringen, wenn ich diesem Wunsch nicht nachkomme.”
Wirklich schäde! Dabei würden ihnen ein paar Jährchen Knast vielleicht sogar ganz gut tun.
Sprosse 11,
“Ich habe viele Jahre als Expatriate gearbeitet, ohne dabei zum Weltbürger zu mutieren. Denn daß ich mich meiner Herkunft zu schämen habe, erwartet man von mir nur hier in Deutschland.”
Ihrem Namen nach zu urteilen sind sie also allochthon?
Ich muss mich immer fragen, was die Gewerkschaften wohl gegen die Altersarmut zu tun gedenken? Garnichts?
Die neusten Zahlen verheißen nichts Gutes: 3, 2 Millionen Arbeitslose, 1,5 Millionen Menschen in Maßnahmen, 500.000 Kurzarbeiter und nach neustem Stand 6,55 Millionen Niedriglohnbeschäftigte= circa 12 Millionen Menschen, die im Alter auf Grundsicherung angewiesen sein werden. Kommt dann noch die Kopfpauschale, dann wird es für diese Menschen kaum noch eine medizinische Versorgung geben, weil zu teuer.
@imp,
>Dabei würden ihnen ein paar Jährchen Knast vielleicht sogar ganz gut tun.
Mit Ihnen als Zellengenosse? Lieber nicht.
>Ihrem Namen nach zu urteilen sind sie also allochthon?
Gem. ihrem Kommentar #8 müßte ich demzufolge häufig diffamiert werden. Das ist aber nicht der Fall. Daher würde ich sagen: autochthon.
>… was die Gewerkschaften wohl gegen die Altersarmut zu tun gedenken?
Solange die Gewerkschaften selbst ein Teil des Problems sind, brauchen Sie von dort keine Hilfe erwarten.
Pobatschnig K.
Solidaritätserklärungen zum mutigen Kampf der Textilarbeiterinnen und Arbeiterin in Bangladesch
Solidaritätserklärung des Bundesvorstands des Frauenverbandes Courage
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir haben von eurem mutigen Kampf gehört und möchten euch unsere volle Solidarität aussprechen. Bei uns in Deutschland wurden fast alle Arbeitsplätze in der Textilindustrie vernichtet, von eben denselben internationalen Monopolen, die euch schon seit Jahren rund um die Uhr und unter sklavenähnlichen Bedingungen bis zum Umfallen für einen Hungerlohn ausbeuten – Handelsketten wie Walmart, Levi Strauss, Metro, H&M, KiK.
Wir bewundern eure Zähigkeit, wie ihr selbst bei 16stündigem Arbeitstag und 7-Tage-Woche euch in den Gewerkschaften organisiert habt und nun der Polizei, die mit Tränengas und Gummischossen gegen euch vorgeht, die Stirn bietet. Wir unterstützen eure Forderung nach einem monatlichen Mindestlohn von 5000 Tak (€ 55,00).
Auch bei uns ist die Arbeitsbelastung der Frauen sehr hoch, doch bei Streiks stehen sie in der ersten Reihe. Viele meinen aber immer noch, wegen der immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen keine Zeit zu haben, sich mit anderen zusammenzuschließen, um den Widerstand vorzubereiten. Euer Beispiel zeigt, dass wir nur gemeinsam etwas erreichen können. Das gilt sowohl für den einzelnen Betrieb, ein Land und letztlich auch für uns Frauen weltweit. Deshalb ist euer Kampf wegweisend – im Hinblick auf den im Herbst in Deutschland stattfindenden Frauenpolitischen Ratschlag, ebenso wie die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Venezuela. Es ist sehr ermutigend zu sehen, dass es vor allem junge Arbeiterinnen sind, die bei euch in der ersten Reihe stehen. Es sind nicht nur die in vielen Ländern noch vorherrschenden patriarchalischen Strukturen, sondern vor allem das gesellschaftliche System der Ausbeutung, das wir überwinden müssen, um zu einer wirklichen Befreiung der Frau zu gelangen.
Wir werden Euren Kampf in Deutschland breit bekannt machen.
Mit herzlichen, solidarischen Grüßen
Eure Freundinnen vom Frauenverband Courage aus Deutschland
i.V. Gudrun Günter, Bundesvorstand
@Aufklärer,
>Solidaritätserklärungen zum mutigen Kampf der Textilarbeiterinnen und …
versucht die MLPD mal wieder, sich unter bürgerlicher Tarnkappe an eine Protestaktion an zu koppeln, um ihr kommunistisches Süppchen weiter am köcheln zu halten? Dazu ein Zitat aus dem Verfassungsschutzbericht 2009 des Landes Niedersachsen:
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Mit dem Frauenverband COURAGE und der auf Internationalismusarbeit ausgerichteten Solidarität International verfügt die MLPD über weitere Vorfeldorganisationen.
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>Wir werden Euren Kampf in Deutschland breit bekannt machen.
Dazu müßte wohl erst einmal die Internetpräsenz http://www.fvcourage.de reaktiviert werden. Aber Gottseidank und Google-Cache ( http://tinyurl.com/2bjythb ) kann man ja auch ein wenig in der Vergangenheit herumstochern und findet dann eine Liste, die teilweise eine gewisse Ähnlichkeit zum “Who is who” der MLPD nicht verleugnen kann.
Pobatschnig K.
Sprosse 15 und Sprosse 16,
Von Sprosse16 höre ich leider keine Antwort auf meine Frage. Lieber flüchtet sich werter Aufklärer in den Internationalismus. Warum aber in die Ferne schweifen, wenn das Elend auch hierzulande, zwar nicht immer sichtbar, doch recht groß ist und in Zukunft noch größer werden wird, schenkt man den Zahlen Glauben. Prangerten linke Parteien die hiesigen Verhältnisse nicht immer wieder an, würden sie einen fatalen Fehler begehen. Trotzdem ist das Eintreten der MLPD für die Interessen der Arbeitnehmer und gerade auch der Arbeitslosen auf den Montagsdemos anerkennendswert, auch wenn dies den einen oder anderen Antikommunisten in der Linken möglicherweise nicht schmeckt.
Sprosse 16,
Ob die Gewerkschaften ein “Teil des Problems” sind, ist sicherlich richtig. Allerdings haben sie es ja auch selber eingeschränkt auf das Wörtchen “solange”. Man muss das natürlich auch differenzierter sehen. Die Gewerkschaften sind doch plurale Organisationen, ihre Mitglieder kommen, das nehme ich jedenfalls an, zum Teil aus ganz verschiedenen politischen Strömungen oder auch Parteimitgliedschaften. Trotzdem sind Gewerkschaften wichtig, um die Interessen der Arbeitnehmer wahrzunehmen, ohne Frage. Aber das Problem sind vielleicht die Gewerkschaftsspitzen. Ihr politischer Kurs ist zu sehr auf die Gewinninteressen der Arbeitgeber ausgerichtet und in der Vergangenheit haben sie für ihre eigene Klientel nur sehr wenig erreicht.
@imp.,
>Von Sprosse16 höre ich leider keine Antwort auf meine Frage.
vielleicht stört er sich an der Anrede Sprosse und würde lieber Aufklärer genannt werden. (hehe)
Ob nun das Streben nach einem Steinzeitkommunismus à la Pol Pot “für die Interessen der Arbeitnehmer und gerade auch der Arbeitslosen auf den Montagsdemos anerkennendswert” ist, wage ich zu bezweifeln. Ein einziges faules Ei verdirbt bekanntlich ein ganzes Omelett. Ich gehe kein wie auch immer geartetes Bündnis mit Extremisten ein und bin damit bisher gut gefahren. Wenn ich hier trotzdem aus der DS zitiere mögen mir die Leserinnen und Leser der BZ diesen fauxpas verzeihen:
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Das müßte doch einem Gewerkschaftsfunktionär wie Klaus Ernst nicht entgangen sein, daß den Kapitalistenverbände – BDI, BDA, DIHT –, die am lautesten nach »Zuwanderung« schreien, Migranten als Lohndrücker, zusätzliche Konsumenten und Mieter dienen.
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Das Zitat stammt aus einem Gespräch mit dem Publizisten Jürgen Schwab. Den vollständigen Beitrag gibt es hier:
http://www.deutsche-stimme.de/ds/?p=3594
Pobatschnig K.
Ob Sprosse oder Sprotte ist wirklich sch…egal!
Vielleicht müssen sich ja die Gewerkschaftsmitglieder die Frage stellen, ob es wirklich Sinn macht Mitglieder politischer Parteien zu ihren Vorständen zu wählen.
Vielleicht müssten da einige Satzungsänderungen vorgenommen werden. Die meisten der zahlenden Mitglieder dürften wohl kaum politischen Parteien angehören.
Und vielleicht muss man ja die Renten von den Löhnen gänzlich entkoppeln und nur noch über Steuern finanzieren?
Das die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zukünftig noch die gesamte Rentnergeneration versorgen kann dürfte eine Unmöglichkeit werden.
Aber ganz bestimmt muss man auch über das Konsumverhalten der Menschen nachdenken und über die profitorientierte Produktionsweise.
Und Pobatschnig sollte mal lieber einen Vergleich zwischen Haiti und Kuba anstellen, zumindest erst einmal aus wirtschaftlicher Sicht, denn hier offenbaren sich anscheinend die Vorteile eines Sozialismus ziemlich eindeutig.
Natürlich kann er Kuba auch mit dem Pleitestaat USA vergleichen.
@Aufklärer,
>… lieber einen Vergleich zwischen Haiti und Kuba anstellen, …
Der Vergleich würde den hier lesenden Antirassisten bestimmt sauer aufstoßen. Zumindest die Begründung aus meiner Sicht.
>… denn hier offenbaren sich anscheinend die Vorteile eines Sozialismus ziemlich eindeutig.
In diesem Fall werden Sie mir sicher zubilligen, Kuba z.B. mit Curaçao zu vergleichen. Da dürfte wiederum der Sozialismus ziemlich alt aussehen.
>Natürlich kann er Kuba auch mit dem Pleitestaat USA vergleichen.
Wüßte nicht wie!
Pobatschnig K.
Pobatschnig Karl : “Wüßte nicht wie!”
Seltsam, hierzu erscheint Ihnen ein Vergleich nicht möglich, anders scheint Ihnen ein Vergleich von Curaçao mit ungefähr 140.000 Einwohnern mit Kuba, immerhin 11 Millionen Einwohnern durchaus möglich.
Weshalb sollte wohl der Sozialismus ziemlich alt aussehen, wenn man soch einen hinkenden Vergleich anstellt?
Und wie auf “Sprosse” 20 schon geschrieben, lediglich aus wirtschaftlicher Sicht gesehen.
Also dann eben die aufgeklärte Sprotte auf Sprosse 20,
Fluppenkasper hat sich aus dieser unseligen Diskussion auch schon verabschiedet. Aber noch ein Wort: Es dürfte ihnen ja wohl nicht entgangen sein, dass die vielen Rentner nicht der Grund sind, wenn die Renten in Zukunft nicht finanzierbar erscheinen, sondern die hohe Arbeitslosigkeit und: Niedrig-bis Niedrigstlöhne, die zu leeren Rentenkassen führen.
@imp. oder vielleicht Graf Koks?
Der Fluppenkasper hat sich ganz bestimmt nicht verabschiedet, leider auch immer noch nicht von den Fluppen, heimlich um die Ecke geraucht.
Ihre Annahme zu den derzeitigen leeren Rentenkassen dürften unbestreitbar richtig sein.
http://www.scharf-links.de/41.0.html?&tx_ttnewspointer=1&tx_ttnewstt_news=11758&tx_ttnewsbackPid=56&cHash=4f9b437be1
Doch es dürfte doch zunehmend schwieriger werden, die Renten allein über die Lohnarbeit zu finanzieren, wenn nicht sogar unmöglich.
Schon jetzt würde die Durchschnittsrente, würde man Frauen und Männer gleicher Maßen hierfür erfassen schon Nahe im Bereich der Grundsicherung liegen und zwar bei ungefähr 750 Euro im Monat.
Hier dürfte Altersarmut vorprogrammiert sein.
Aber neue Ideen sind ja anscheinend noch nicht so gefragt
oder werden vielfach noch boykottiert, anscheinend ja sogar noch in einer Partei die sich die Linke nennt.
Und über die Gewerkschaftsfunktionäre bzw. Vorsitzenden
lohnt es sich nicht mehr zu reden, diese müssen von ihren eigenen Mitgliedern gefordert werden.
@Aufklärer,
Curaçao:Kuba=Kuba:USA? Wohl eher nicht. Wessen Vergleich hinkt nun mehr? Ich hatte auch eher an das Bruttosozialprodukt pro Kopf gedacht, wo der Kapitalismus auch in diesem Fall eindeutig die Nase vorn hat. Aber das beruht ausschließlich auf Ausbeutung. Oder etwa nicht?
Pobatschnig K.
@Pobatschnig! Ganz bestimmt sollten sie mal besser bei dem Vergleich Kuba-Haiti bleiben. Oder wollen Sie nur ablenken?
Kuba: Staatshaushalt [Bearbeiten]
Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 42,6 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 39,1 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 6,2 % des BIP.[95]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 19,7 Mrd. US-Dollar oder 34,8 % des BIP.[95]
2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:
* Bildung:[95] 9,1 %
* Gesundheit:[96] 7,7 %
* Militär:[95] 3,8 %
http://de.wikipedia.org/wiki/Kuba#Bev.C3.B6lkerung
Haiti:
Soziale Lage
Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Das Land ist ein dicht bevölkerter Agrarstaat mit dem geringsten Pro-Kopf-Einkommen Lateinamerikas.
Von den rund neun Millionen Einwohnern leben über 65 Prozent der Gesamtbevölkerung unterhalb der absoluten Armutsgrenze.[12] Rund 50 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sind arbeitslos, die Hälfte der Bevölkerung ist unterernährt. 1,9 Millionen der 9,4 Millionen Einwohner Haitis sind chronisch unterernährt. Die Analphabetenquote liegt bei 50 Prozent, obwohl eine sechsjährige Grundschulpflicht besteht. 1995 waren 55 Prozent der Bevölkerung Analphabeten.
Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 1,186 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 960,6 Mio. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 3,3 % des BIP.[42]
Die Staatsverschuldung betrug 2008 ca. 2,5 Mrd. US-Dollar oder ca. 36 % des BIP, inzwischen wurden Haiti aber große Teile der Staatsschulden erlassen.[43]
2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:
* Gesundheit:[44] 8,4 %
* Bildung:[42] 1,4 % (1991)
* Militär:[42] 0,4 % (Die Streitkräfte wurden entwaffnet, eine internationale Friedenstruppe ist seit dem Umsturz 2004 im Land stationiert)
http://de.wikipedia.org/wiki/Haiti
Bleiben Sie jetzt auch mal schön beim Bruttosozialprodukt pro Kopf!
Dieser Vergleich dürfte kaum hinken!
@Aufklärer,
da haben Sie ja eine reine Fleißarbeit hingelegt. Oder ist es einfach nur aus Wiki abgekupfert? Ich habe aber weder Zeit noch Lust, jeden einzelnen der von Ihnen angeführten Punkte ab zu klopfen. Fakt ist einfach nur: der Kapitalismus hat sich dem Sozialismus gegenüber als das überlegenere System erwiesen.
Trotzdem streite ich nicht ab, daß Fidel Castro sein Land zumindest wirtschaftlich recht ordentlich geführt hat.
Da ich zum Ausgangsthema nichts mehr zu schreiben habe, ist dieser thread für mich beendet.
Pobatschnig K.
Sprosse 24,
“Doch es dürfte doch zunehmend schwieriger werden, die Renten allein über die Lohnarbeit zu finanzieren, wenn nicht sogar unmöglich.”
Das ist aber eine Folge der Verelendung in der Lohnarbeit und könnte durch Umverteilung von Arbeit und Einkommen sicherlich getilgt werden.
@ imp.!
Eine Oppositionspartei, beispielsweise wie die Partei die sich die Linke nennt, müßte doch in diesem Zusammenhang erst einmal die Frage nach den tatsächlich notwendigen Arbeitszeiten stellen.
Würde hierbei z.B. herauskommen, dass vielleicht für jeden Arbeitnehmer(in) ein 4 Stundentag herauskommt, müßte dies zwangsläufig eine Verdoppelung der Löhne nach sich ziehen. Aus einem Mindestlohn von 10 Euro müßten dann eben 20 Euro werden usw.
Bei den derzeitigen Abgaben für die Sozialversicherung, würde das aber allein auch nicht richtig weiter helfen.
Und genau die bisherige profitorientierte Lohnarbeit mit der Notwendigkeit nach immer weiterem Konsum auf Kosten der Umwelt, des Klima und der natürlichen Ressourcen müßte dann auch bei behalten werden.
Daraus folgend kann die Umverteilung von Arbeit und Einkommen allein nicht ausreichend sein.
Leider wollen wohl gerade auch die Gewerkschaften so etwas nicht so gerne hören.
Einzelhandelsverband lobt KiK für neuen Mindestlohn
Berlin — Der Einzelhandel hat den vom Textildiscounter KiK angekündigten Mindestlohn begrüßt. Das Signal von KiK sei ein richtiger Schritt, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth. Die von dem Textildiscounter geplante Lohnuntergrenze von 7,50 Euro pro Stunde orientiere sich an den tariflich vereinbarten Mindestlöhnen des Einzelhandels.
KiK hatte am Montag mitgeteilt, dass alle Mitarbeiter ab Oktober mindestens 7,50 Euro pro Stunde erhalten sollten. Dies bedeute vor allem für Aushilfskräfte in ärmeren Regionen mehr Geld. Das Unternehmen reagierte damit auf eine Skandalserie um Lohndumping und schlechte Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft Verdi hatte den Schritt begrüßt, zugleich aber gefordert, verbindliche Tarifverträge in dem Unternehmen einzuführen.
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hQBM3XLLTItquqqaUq5MHh4HuREA
Betreff: Fw: CCC-Eilaktion: ArbeitsrechtlerInnen in Bangladesch verhaftet!
+++ Eilaktion der Kampagne für Saubere Kleidung +++
Einschüchterungen gegen das Zentrum für Arbeitersolidarität in Bangladesch
Das Zentrum für Arbeitersolidarität in Bangladesch (Bangladesh Centre for Worker Solidarity – BCWS) ist Opfer zunehmender Schikanen und Einschüchterungen seitens der Regierung geworden. Die anerkannte Arbeitsrechtsorganisation hatte ihre Registrierung verloren, ihr Eigentum wurde konfisziert und ihre Konten eingefroren. Ihre MitarbeiterInnen wurden massiv bedroht. Die Direktorin Kalpona Akter und ihr Stellvertreter Babul Akhter sind Mitte August verhaftet worden und befinden sich weiterhin in Haft. BCWS wird vorgeworfen für die schweren Unruhen in der Bekleidungsindustrie verantwortlich zu sein. Der Zeitpunkt der Razzia gegen BCWS deutet jedoch viel eher darauf hin, dass eine Bekleidungsfabrik, die Nassa Global Wear Company, versuchte zu verhindern, dass sich dort eine unabhängige Gewerkschaft bilden kann.
Die Kampagne für Saubere Kleidung fürchtet um die Sicherheit der Angestellten des bangladeschischen Zentrums für Arbeitersolidarität.
Unterstützen Sie die Eilaktion und schreiben Sie Protest-Mails an die bangladeschischen Behörden: http://www.inkota.de/protestmail
Hintergrund ist die unzureichende Erhöhung des Mindestlohns auf lediglich 3000 Taka (ca. 32 EUR), welcher jedoch nicht die Forderungen der Gewerkschaft erfüllt, da dieser nicht annähernd für die Deckung der Grundbedürfnisse ausreicht. Die ArbeiterInnen führen deshalb ihre Straßenproteste weiter. Gegen Hunderte von ArbeiterInnen sowie mehrere ArbeitsrechtlerInnen wurden in der Zwischenzeit Haftbefehle erlassen.
Mehr Informationen unter http://www.inkota.de/bcws
Unterstützen Sie die Eilaktion und schreiben Sie Protest-Mails an die bangladeschischen Behörden: http://www.inkota.de/protestmail
.. hier ein knalliger Kurzfilm zur Sache mit dem Titel “Schön! Färber!”
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http://www.youtube.com/watch?v=2JomPtm00yU
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Gruß, Tony König