Water makes Money
Betreff: Rundmail ”Water makes Money” Nr.6
Liebe Wasserinteressierte und PrivatisierungsgegnerInnen,
die Fertigstellung des Filmprojektes “Water Makes Money” ist nun absehbar. Sie hat sich etwas verzögert, unter anderem weil wir noch einmal unsere ganze Kraft darauf verwendet haben, dass sich auch die Fernsehlandschaft wieder für ein derart essentielles Thema der Gesellschaft öffnet. Und wir waren erfolgreich: ARTE wird – wenn alles gut geht – in 2011 eine spezielle Fernsehfassung von “Water Makes Money” ausstrahlen! Zweifellos ein nicht unbedeutender Erfolg des Projekts und für alle Kritiker der Privatisierung aller öffentlichen Lebensgrundlagen!
Doch noch ist es nicht so weit. Damit der Film wirklich gut, einem breiten Publikum verständlich und unangreifbar wird, haben wir uns entschlossen, uns mit dem endgültigen Schnitt genügend Zeit zu lassen:
Die Premiere von “Water Makes Money” wird am Donnerstag, dem 23.September 2010 gefeiert – zeitgleich in möglichst vielen deutschen, französischen und anderen europäischen Städten und Gemeinden.
Ein flächendeckender Paukenschlag am 23.9. ist sinnvoll, damit der Film mit der Premiere praktisch europaweit einer breiten Öffentlichkeit bekannt wird und die schmerzlichen Enthüllungen des Films nicht untergehen.
Dazu suchen wir Menschen, die in München, Berlin, Paris, Toulouse, Mailand, Aprilia, Wien, Zürich, London, Barcelona und vielen vielen Orten dazwischen bei der Organisation einer Veranstaltung mit “Water makes Money” vor Ort aktiv werden wollen.
Alle, die in ihrer Gemeinde, in ihrer Stadt, in ihrem Vorort, ihrem Dorf eine öffentliche Premiere am 23. September organisieren können – entweder im Kino oder anderen öffentlichen Räumen – mögen sich bitte melden bei:
filmverleih@watermakesmoney.org
Hinter dieser Mailadresse verbergen sich Lissi Dobbler, Malte Voß und Marlene Hentschel in Berlin, die die “flächendeckende” Premiere in Europa organisieren.
Den konkreten AnsprechpartnerInnen vor Ort schicken wir dann Mitte Juni die Info-Materialien wie Trailer, Flyer, Plakat und Pressemappe etc. zu.
Aber schon jetzt ist es sinnvoll, an die Veranstaltungsorte bzw. Kinos heranzutreten – mit dem aktuellen Flyer und Verweis auf unsere Webseite. Viele Veranstaltungsorte und Kinos sind frühzeitig ausgebucht. Und wenn dann erst am 24. September oder später eine Premiere möglich ist – kein Problem!
Der Film selbst und die Infos liegen dann in drei Sprachversionen vor: In Deutsch, Französisch, Englisch und – wenn wir rechtzeitig sprachgewandte Unterstützer finden – auch in Spanisch und Italienisch.
Wir sind sehr gespannt auf diese Premiere.
Das Water Makes Money – Team
Leslie Franke, Herdolor Lorenz, Christiane Hansen, Markus Henn, Lissi Dobbler, Malte Voß und Marlene Hentschel
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Der Film wird unterstützt von:
Attac Deutschland – Attac Frankreich – Greenpeace – Konstantin Wecker – Maude Barlow – Anne Le Strat – Ver.di, FB Ver- und Entsorgung – Rosa-Luxemburg-Stiftung – Friends of Locally Owned Water Felton – ACME – Jusos Deutschland — Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt – BUND (Freunde der Erde)- Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) – Wasserallianz Augsburg – Grüne Liga – globaLE 08 – Robin Wood – Food & Water Watch – WasserInBürgerhand – Unser Wasser Hamburg – Unser Wasser Kassel – Wasserallianz München – Fondation Danielle Mitterand, France Libertés – Corporate Europe Observatory – European Public Water Network – AK Wasser im BBU – Berliner Wassertisch – Mieterecho Berlin – Eau Secours 31 – AnStifter Stuttgart – DGB Bildungswerk Bayern – HELVETAS – InWEnt – INWO – Medienpädagogik Zentrum (mpz) Hamburg e.V – Labournet Germany e.V. – Toskanaworld – Umwelt- und Klimaarbeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern – Unser Wasser e.V. – Wasser in Bürgerhand
Aktualisiert am 22. April 2010









Seit 1999 wird mit dem Wasser und Abwasser Berlins Profit gemacht. Die Stadt Berlin besitzt heute 50,1 Prozent, die Konzerne RWE und Veolia zusammen 49,9 Prozent der Anteile an den Berliner Wasserbetrieben. Die Verträge sind geheim und haben unerträgliche Folgen für die Berliner Bevölkerung. Diese Teilprivatisierung ist das bisher größte Projekt europaweit, in dem ein öffentliches Unternehmen mit Privatfirmen zusammenarbeitet.
Seit Jahren setzt sich die Bürgerinitiative «Berliner Wassertisch» dafür ein diese Teilprivatisierung rückgängig zu machen. Endlich, am 28. Juni 2010, hat die zweite Stufe des Volksbegehrens über die Offenlegung der Teilprivatisierungsverträge bei den Berliner Wasserbetrieben begonnen. Es müssen ca. 173.000 Unterschriften gesammelt werden, damit ein Volksentscheid stattfinden kann. Zunächst wollte der Senat von Berlin das Volksbegehren verbieten, doch das Landesverfassungsgericht zeigte ihm die rote Karte (Urteil vom 6. Oktober 2009 – VerfGH 63/08).
Sollte das Volksbegehren gelingen, handelt es sich um einen Präzedenzfall und einen Meilenstein im Kampf gegen die Privatisierung öffentlicher Güter. Die Zeit ist jedoch knapp, nur noch bis zum 27. Oktober 2010 können die Einwohner Berlins ihre Unterschrift leisten.
Alle Informationen zum Volksbegehren:
http://www.berliner-wassertisch.net/
Hermann Scheer zur Privatisierung von Gemeinschaftsgütern:
http://www.youtube.com/watch?v=m3__i7ULbcQ
Das ist ein Ausschnitt aus dem Film “Let’s Make Money” von Erwin Wagenhofer (ab 52:00).