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Dienstag, den 22. Mai 201210:50 Uhr

Schulobst für Kinder

26.11.2009, Beitrag von

Wie man aus der unten eingefügten Presseerklärung der Linken Oldenburg ersehen kann, fordert diese Partei Schulobst für Kinder an Oldenburger Schulen. Und mit dem Hinweis auf den beschämenden Montagshunger, was und wen immer die Partei die Linke hiermit auch meint, fordert diese Partei finanzielle Mittel in Höhe von insgesamt 60.000 Euro hierfür im Jahr.Bezugnehmend auf den in der Pressemitteilung angesprochenen Montagshunger und darauf, dass sich ja hierzu jetzt eigentlich pauschal alle Oldenburger Eltern angesprochen fühlen müssten, könnte man ja glatt den Eindruck gewinnen, als wären alle Eltern in Oldenburg Rabeneltern???

Auch sehr gut gerechnet zu haben scheint die Ratsfrau der Linken Christine Arndt als Mitglied des Schulausschusses wohl nicht gerade.

Wenn es richtig ist, dass es allein 27 Grundschulen in Oldenburg gibt, dann dürften sich auf diese Schulen pro Tag ein Obstgeld von ungefähr 10 Euro auf die entsprechende Anzahl von Schülern aufteilen.

Selbst wenn man nur von 100 Schülerinnen und Schülern ausgehen würde, so kommen pro Kopf 10 Cent dabei heraus. Die doppelte Anzahl von Schülerinnen und Schüler dürfte aber wohl eher wahrscheinlich sein.

Wo will die Linke denn hierfür das Obst bekommen? Vielleicht bei der Tafel?

Vielleicht sollten sich ja die Befürworter dieses Antrages erst einmal selbst wieder auf die Schulbank setzen und etwas Nachhilfe in Mathe nehmen bevor sie solche unrealistischen Anträge stellen, die auch noch den Wohlfahrtsgedanken stärken und somit an Symtomen herumdoktern statt die Ursachen für den “Montagshunger” zu beseitigen?

Das würde einer linken Partei wesentlich besser zu Gesicht stehen!

Zumindest glaubt das mit freundlichen Grüßen

Suppenkasper

Schulobst für Kinder

Presseerklärung

DIE LINKE. Oldenburg fordert Schulobst für Kinder

Die Ratsfraktion der Linken Oldenburg sieht es als skandalös an, dass die FDP und die CDU auf Landesebene das Schulprogramm der EU nicht in Anspruch  genommen haben. Damit wurden durch FDP und CDU abrufbereite und sogar bereits zur Verfügung gestellte Gelder der EU ausgeschlagen und nicht in Anspruch genommen. Die Finanzierung dieses notwendigen Projekts hätte aus einer Kombination von 1,5 Millionen € EU-Geldern und 1,5 Millionen € Landesgeldern restlos sichergestellt werden können.

DIE LINKE. hält dieses Programm aber weiterhin für elementar wichtig und richtig. Daher wollen wir dies nun kommunal umsetzen. Auf die Stadt Oldenburg  umgerechnet bedeutet dies ein Volumen von 60.000 € (zusammengesetzt aus 30.000 € EU-Gelder und 30.000 € aus städtischen Mitteln).

Damit kann gewährleistet werden, dass zumindest an Grundschulen Obst und somit gesunde Zwischenmahlzeiten für Kinder ausgeteilt werden können. Hierdurch kann dem beschämenden Montagshunger, der auch in Oldenburg trauriger Alltag ist, entgegen gewirkt werden.

DIE LINKE. Ratsfraktion stellt einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung, damit diese prüft ob die Gelder für Oldenburg abgerufen und dieses Programm vor Ort auf kommunaler Ebene umgesetzt werden kann.

Für die Ratsfraktion DIE LINKE. Oldenburg

Christine Arndt
Ratsfrau für DIE LINKE. im Schulausschuss der Stadt Oldenburg

Aktualisiert am 26. November 2009

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4 Kommentare zu “Schulobst für Kinder”

  1. 1 von Ribeck zu Ribeck - 26. November 2009 um 20:24 Uhr

    Vielleicht lassen sich ja von den 60.000 Euro ausreichend Vitamin B-Pillen durch die linke Ratsfrau beschaffen?
    Oder gibt es vielleicht auch schon anderen billigen Obstersatz?

  2. 2 Freddy - 28. November 2009 um 12:08 Uhr

    Eine nicht gerade empfehlenswerte Lösung:

    http://www.youtube.com/watch?v=HJ8Tcj1CbSw

  3. 3 G. Ho. - 29. November 2009 um 19:06 Uhr

    Zur Presseerklärung:

    Montagshunger soll beschämend sein. Bildet der Montag gegenüber anderen Wochentagen etwa eine Ausnahme? Ist Freitagshunger oder der Hunger jeweils zum Monatsende vielleicht weniger beschämend? Und was hat Hunger überhaupt mit Scham zu tun? Und wer muss sich da schämen? Fragen über Fragen! Die Scham nützt dem Hungernden nichts, egal ob er sie nun selbst empfindet oder ob andere sie empfinden, die nicht hungern. Die Gesellschaft will das so, wie es ist. Jeder arbeitet daran mehr oder weniger mit. Für die einen ist das aktive Tathandlung, für die anderen Handlung durch Unterlassen. Schamgefühle ändern daran gar nichts. Vielleicht versüßen sie eher noch das Lebensgefühl derjenigen – oder geben ihm zumindest Abwechslung – , die dafür Sorge tragen, dass es auch so bleibt, wie es ist. Schlimm genug, dass man Schulobst für Kinder überhaupt fordern muss.

  4. 4 Suppenkasper - 26. Januar 2010 um 20:42 Uhr

    Keine Vitamine aus Brüssel
    EU-Schulobstprogramm bundesweit vor dem Aus
    Schulobst: Brüssel gäbe 20 Millionen Euro – doch die meisten Länder wollen nicht zuzahlen

    Hier weiter lesen:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,674226,00.html

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