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Freitag, den 10. Februar 201200:49 Uhr

Studieren wird teurer – Kosten für Semesterticket steigen um 11,1%

28.10.2009, Beitrag von

Die Aufnahme eines Studiums ist mit nicht zu unterschätzenden Kosten verbunden, die nur teilweise durch BAföG oder Stipendien aufgefangen werden. Neben den Lebenserhaltungskosten muss jeder Student finanzielle Mittel für die Begleichung von Studiengebühren, Verwaltungskosten, Semesterticket, AStA-Beiträgen und Studentenwerksbeiträgen aufbringen, die insgesamt durchschnittlich pro Semester mit 900-1000 Euro zu Buche schlagen. Entsprechend sensible reagieren Studenten auf jegliche Art von Preiserhöhungen in den letzt genannten Bereichen. Kompensationsmöglichkeiten, wie z.B. durch die Aufnahme von Nebenjobs sind nur begrenzt vorhanden.

Mit Wirkung zum Wintersemester 2010/11 wird der gegenwärtige Preis des Semestertickets (15,65 € pro Monat) um 11,1% angehoben. Laut dem Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (VBN) sind Tarifanpassungen aufgrund

  • sinkender öffentlicher Zuschüsse und
  • Kostensteigerungen im Dienstbetrieb

unabdingbar. Fahrpreiserhöhungen werden alle Bürger zu spüren bekommen. Die beschlossenen Tariferhöhungen, die zum 01.01.2010 in Kraft treten, liegen im Durchschnitt bei knapp 3% der derzeitigen Fahrpreise.  Die Anhebung der Beiträge für das Semesterticket sind hierzu überproportional angehoben worden. Die Begründung hierfür liegt in der angeblich

  • stark gestiegenen Nutzung des Semestertickets und den der damit einhergehenden Reduzierung der durchschnittlichen Einnahme pro Fahrt.

Das Semesterticket bleibt zwar bei objektiver Betrachtung immer noch sehr preisgünstig, allerdings ist das Begründungsmuster für die Preiserhöhung nicht einsehbar. Die vermehrte Nutzung des Semestertickets ist ein unsauberes Argument. In gleicher Weise könnte auch die Erhöhung von normalen Monatskarten erklärt werden.

Aktualisiert am 28. Oktober 2009

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3 Kommentare zu “Studieren wird teurer – Kosten für Semesterticket steigen um 11,1%”

  1. 1 Suppenkasper - 28. Oktober 2009 um 13:53 Uhr

    @Verfasser!
    Mit Logik scheint Politik und Wirtschaft in Deutschland anscheinend nicht mehr viel zu tun zu haben.
    Jede Preiserhöhung im ÖPNV zieht logischerweise eine geringere Nutzung dieser Verkehrsmittel nach sich.
    Vielleicht sollten sich die Studierenden mal bei der VWG schlau machen und sich danach erkundigen, wieviele Fahrgäste pro Tag durchschnittlich befördert werden und wieviele Fahrgäste mit allen eingesetzten Bussen und Touren man tatsächlich befördern könnte.
    Weiterhin sollten sich die Studierenden einmal, vielleicht ja sogar beim OB der Stadt Oldenburg, danach erkundigen, welche Anforderungen es an die Auslastungen an Unternehmen der Daseinsfürsorge gemäß der Niedersächsischen Gemeindeordnung gibt?

    Sie würden sicherlich überrascht werden.
    Und eine Fahrpreiserhöhung von 11,1% dürfte überhaupt nicht gerechtfertigt sein!

    Beste Grüße
    Suppenkasper

  2. 2 johnydepp - 28. Oktober 2009 um 22:45 Uhr

    Hallo, die Argumentation ist im letzten Artikel nicht schlüssig:

    Das Semesterticket wird von Nutzern und Nichtnutzern gemeinsam bezahlt. Bei der Preiskalkulation wird ein bestimmtes Verhältnis von Nutzern zu (mitbezahlenden) Nichtnutzern angenommen. Ändert sich dieses Verhältnis deutlich, muss natürlich auch die Preiskalkulation angepasst werden.

    Monatskarten werden dagegen nur von tatsächlichen Nutzern finanziert. Hier bilden sich die Preise daher ganz anders.

    Darüber hinaus wird es auch eine Rolle spielen, dass die Anzahl der Studenten der Uni Oldenburg sinkt. Damit steigen natürlich die Kosten pro Fahrt/pro Semesterticket.

    Insgesamt ist gerade das Oldenburger Semesterticket weiterhin sehr attraktiv, da der abgedeckte Netzbereich im Vergleich zu anderen Unis sehr groß ist und fast ganz Niedersachsen abdeckt. Auf diesem sehr niedrigen Preisniveau sind 11% durchaus zu verkraften.

    Positiv ist natürlich auch, dass eine spürbare Anzahl Studenten das Auto stehen lässt und den ÖPNV nutzt. Eine hohe Auslastung der Busse & Bahnen sichert letztendlich auch wieder stabile Preise für alle.

    Insofern sollte man die Nachricht nicht so negativ sehen.

  3. 3 Suppenkasper - 29. Oktober 2009 um 09:12 Uhr

    @johnydepp!
    Für jemanden der nicht auf jeden Euro schauen muss, könnte ihr Beitrag vielleicht ja zutreffen.
    Aber für die nicht so gut da stehenden Menschen sind 11,1 % bestimmt kein Pappenstil, übrigens nicht nur für Studierende.
    Zu Ihrem letzten Absatz könnte man ihnen vielleicht zustimmen, aber für den Bereich der VWG für eine gute Auslastung zu sprechen oder diese anzunehmen dürfte mit Sicherheit falsch sein.
    Und auch hier werden regelmäßig die Preise erhöht.
    Es ist wie mit dem immer mehr NETTO von immer weniger BRUTTO der Finanzexperten der FDP!

    Beste Grüße

    Suppenkasper
    PS: Ich würde übrigens in Ihrem Pseudonym den Buchstaben > h n < ersetzen.

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