Donnerschwee Kaserne: Idealer Standort für Grün- und Freizeitflächen im Herzen Donnerschwees
Der Stadtjugendring Oldenburg und die SJD – die Falken Weser-Ems nehmen Stellung zum geplanten Beteiligungsprojekt bezügliche der Donnerschwee Kaserne.Bahattin Aslan, Stadtjugendring Oldenburg, www.sjr-ol.de
Michael Meine, Bildungsreferent, SJD – die Falken, www.falken-weserems.de
Kinder und Jugendliche brauchen für das Projekt Donnerschwee Kaserne Planungssicherheit und Flächenbevorzugung. Der Stadtteil Donnerschwee braucht für alle Bewohner ein zentrales Kultur- und Freizeitangebot. Der Sportplatz und einzelne Flächen müssen der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Dem Stadtteil mangelt es nicht an Einkaufszentren, Privatvillen und Wohnblöcken, sondern an geräumigen Grün- und Freizeitflächen. Nur so kann ein kommunikativer und lebenswerter Stadtteil entstehen, der junge und alte Menschen gleichermaßen zusammenbringt.
Seit März 2008 arbeitet der Stadtjugendring in einer Arbeitsgemeinschaft des Jugendhilfeausschusses mit dem Bauplanungsamt, Verein für Kinder, Kinderschutzbund und Offene Tür Bloherfelde zusammen, um in Oldenburg geeignete Formen der Kinder- und Jugendbeteiligung zu entwickeln. Die Arbeitsgemeinschaft wird vom Stadtjugendpfleger betreut. Die Arbeitsgemeinschaft soll durch geeignete Pilotprojekte zeigen, dass es sich lohnt, Kinder und Jugendliche rechtzeitig an Planungsprozesse zu beteiligen. Kinder und Jugendliche erhalten auf einer niedrigschwelligen Ebene die Möglichkeit, frühzeitig Verantwortung für ihren nahen Lebensraum zu übernehmen und bei der Gestaltung ihres Lebensfeldes mitzuwirken
Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen Kinder und Jugendliche bestimmte Voraussetzungen: Diese sind Basiskompetenzen, geeignete Räume, personelle und finanzielle Ressourcen. Zudem sollte die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen nachhaltig sichergestellt und ihre Anliegen von Erwachsenen und Experten ernstgenommen werden. Das setzt voraus, dass eine strukturelle und finanzielle Verbindlichkeit seitens der Stadt Oldenburg gewährleistet werden muss. Der Stadtjugendring vertritt genau diese Position und bringt seine Expertise in die genannte Arbeitsgemeinschaft ein.
Auf der Agenda der Arbeitsgemeinschaft steht neben der Befragung der Kinder und Jugendlichen zu ihrem Umfeld im Stadtteil Donnerschwee auch die Umgestaltung der Donnerschwee Kaserne als Pilotprojekt für gelungene Beteiligungsprojekte. Doch das Kasernengelände inklusive Gebäude steht zum Verkauf. Die zukünftige Nutzung der bebauten und unbebauten Flächen sind von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) für „Unterkunfts-, Wirtschafts- und Freizeitgebäude, technischer Bereich“ angedacht. Das Verkaufsprojekt befindet sich zurzeit in der Planungsphase und nach Angaben der BIMA soll auf der Freifläche „nach ersten Planungen Wohnbebauung zulässig sein“. Im Hinblick auf diese Information stellen sich die Fragen, wer Interessen der Kinder und Jugendlichen dem Eigentümer des Verkaufsobjektes näher bringen kann und wie das in einem transparenten Prozess geschehen kann. Im Stadtteil Donnerschwee hat es bereits bei der Bebauung mehrerer Großflächen – Lindenbogen und Gärtnerei Schneidewind – keine Beteiligung der Kinder und Jugendliche gegeben. Dem Stadtteil mangelt es aus Sicht des Stadtjugendringes und der SJD – die Falken nicht an Einkaufszentren, Privatvillen und Wohnblöcken, sondern an geräumigen Grün- und Freizeitflächen
Im Verlauf des Jahres sind mit dem Beteiligungsbüro „Planung mit Phantasie“ aus Hamburg mehrere Beteiligungsaktionen u. A. Begehung der Donnerschwee Kaserne geplant. Hier sollen Jugendliche in einer Zukunftswerkstatt mögliche Nutzungsideen ausarbeiten. Zurzeit leistet der Verein Jugendkulturarbeit im ehemaligen Offizierskasino hervorragende Arbeit. Bei der Nutzungsplanung sollte dieser und weitere Jugendverbände z. B. SJD – die Falken im Stadtteil Donnerschwee und Jugendorganisationen berücksichtigt werden.
Die SJD – die Falken und der Stadtjugendring regen daher an, dass die Stadt Oldenburg noch in der Planungsphase mit für alle Bewohner geeigneten Nutzungskonzepten mit der BIMA über eine mögliche Nutzung der bebauten und unbebauten Flächen in Kontakt tritt. Die Stadt Oldenburg kann mit Sicherheit auf die Unterstützung der Stadtteilkonferenz, des Stadtjugendringes Oldenburg und weiteren Akteuren zählen. Künftige Beteiligungsprojekte und Beteiligungspotential könnten durch eine_n Kinder- und Jugendbeauftragte_n aus der Mitte des Stadtrates und/oder aus dem Bereich Jugendarbeit/-interessenvertretung sichergestellt und ausgebaut werden.
Aktualisiert am 5. Oktober 2009


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