Ort ändern Anmelden|» RSS Feed
Dienstag, den 22. Mai 201209:58 Uhr

Ein schönes Leben für alle Menschen als neue soziale Idee!

21.08.2009, Beitrag von

  HF

(Aus der Sichtweise eines Arbeiters und fünffachen Familienvaters nach 38 Jahren Erwerbsarbeit) Von Hans-Dieter Wege

Im Jahre 2004 hörte ich zum ersten Mal von der Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommen. Mir ging es damals genauso, wie ganz bestimmt auch heute noch sehr vielen Menschen hier in Deutschland, auch meine erster Gedanke war, dann geht doch niemand mehr arbeiten. Auch zu einer Abstimmung zu diesem Thema stimmte ich dann gegen das BGE und für eine sanktions- und repressionsfreie Grundsicherung. Für das so oftmals bezeichnete Recht auf Faulheit wollte ich auf gar keinen Fall meine Stimme geben. Ich muss aber auch ganz ehrlich dazu sagen, dass ich mich erst seit 2004, mit dem Beginn der Montagsdemonstrationen überhaupt mit dem Thema Politik befasse und das es mir auch überwiegend auf den Protest gegen dieses asoziale Hartz IV-Gesetz ankommt, mit dem Ziel dieses auch helfen abzuschaffen.

Zwangsläufig musste ich mich daher aber auch mit den Themen Kapitalismus, Kommunismus und Sozialismus beschäftigen. Da ich zwischenzeitlich zu der Meinung gekommen bin, dass die Zähmung des Kapitals auf der Erde, also der “Widerspenstigen Zähmung”, allein aufgrund des Zwanges der Unternehmen Profite zu machen unmöglich sein dürfte. Und genau dieser Zwang dürfte auch ursächlich dafür verantwortlich sein, dass man seitens der Unternehmer versucht durch immer weitere Kürzungen der Kosten für die Lohnarbeit immer höhere Profite zu erwirtschaften und gleichzeitig aber auch Kunkurrenten wirksam zu bekämpfen, indem man sie ausschaltet um sie anschließend vielleicht sogar übernehmen zu können. Dies Alles setzt in meinen Augen eine Schraube ohne Ende in Gang und muss daher gleichzeitig für alle Arbeitnehmer der Grund sein, sich mindestens hiergegen erfolgreich zu wehren bzw. dieses System letztendlich zu überwinden, da es letztendlich auf der totalen Ausbeutung der Lohnarbeiter hinauslaufen würde.

Auch das derzeitige Sozialversicherungssystem, welches ja nach dem 2. Weltkrieg als Teil der so genannten Sozialen Marktwirtschaft sehr gut zu funktionieren schien, wurde von den Unternehmern als Arbeitgeber aufgebrochen und destabilisiert. Dieses Ziel wurde 2005 mit der Einführung der asozialen Zwangsgesetze nach Hartz und dem neu eingeführten System des Fordern und Förderns gekrönt und seit dem nennt sich Deutschland paradoxerweise einen vorsorgenden Sozialstaat.
Viele Renten-, Kranken-, und Arbeitslosenversicherte bekamen hierdurch ganz schnell zu spüren, was das Sozialversicherungssystem in Deutschland für sie als Betroffene wirklich noch wert ist.

Weitere Gründe kann man hier nachlesen:

Der Bund der Pflegeversicherten informiert: Mehrwertsteuer frisst Rente

www.scharf-links.de/41.0.html (bitte vollständigen Link einkopieren)

Aus den oben geschilderten Gründen und da ich mich selbst zwischenzeitlich zu einem Bedingungslosen Grundeinkommen sehr ausführlich informierte, bin ich heute der Meinung, dass man die Menschen für dieses Grundeinkommen und zwar für das Linke + Mindestlohn + radikaler Erwerbsarbeitszeitverkürzungen + Arbeitskraftabgabe (Arbeitskraftabgabe meiner Meinung nach) in Höhe des jeweiligen Mindestlohnstundenlohnes als einen ersten Schritt hin zu einem freiheitlich internationalen demokratischen Sozialismus überzeugen muss, um endlich damit zu beginnen die Machtverhältnisse in Deutschland in einem ersten Schritt auf den Kopf zu stellen
und die zwangsweise Ausbeutung durch die Lohnarbeit zu beenden.

Seit Jahren werden in Deutschland im Jahr insgesamt ca. 46 Milliarden Erwerbsarbeitsstunden geleistet und diese Erwerbsarbeit müsste sich eigentlich, wenn man wirklich von einer sozialen Verteilungsgerechtigkeit ausgeht, auf ziemlich genau 44 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter verteilen. Würde man dieser Anforderung folgen, würde sich die Arbeit dadurch auf einen 4 Stundenarbeitstag reduzieren und zwar für jeden Arbeitnehmer. Alle diesen Arbeitnehmern hätte dann würde man solidarisch verteilen z. B. in 2008 ein Gesamtnettolohn von 1.680 Milliarden Euro zugestanden.

Das wäre ein Netto-Jahreseinkommen für den einzelnen Arbeitnehmer von 38.181 Euro im Jahr oder 3181, 75 Euro Netto im Monat.

Ganz genau kann man das hier nachlesen: Statistisches Bundesamt

Kürzlich konnte man in den Medien die Angaben zu den “Sozialausgaben” nachverfolgen. Hier spach man seitens der Berichterstatter von 750 Milliarden Euro “Sozialausgaben” im Jahr.
Offensichtlich vergaß man hierzu aber zu erwähnen, dass es sich bei den Angaben zu Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung in Wirlichkeit um die angesparten bzw. eingesetzten Löhne der Arbeitnehmer handelt, die die Arbeitgeber fälschlicher Weise oft auch als Lohnnebenkosten bezeichnen.
Lediglich die steuerfinanzierten Leistungen dürfte man somit als Sozialleistungen bezeichnen.

Nun ist es leider aber bei uns in Deutschland nicht so, dass die Lohnarbeit auch wirklich gerecht auf alle Menschen, die Lohnarbeit verrichten wollen, auch gerecht verteilt wird, sondern ein großer Teil der erwerbsfähigen und erwerbswilligen Menschen wird von der Lohnarbeit abgekoppelt um hierdurch einerseits die Profite der Unternehmer zu steigern und andererseits einer 2 Drittel-Gesellschaft den bisherigen Lebensstandart zu sichern. Und an dieser Besitzstandswahrung beteiligen sich logischer Weise auch Menschen, die vielleicht manchmal auch nur vorgeben auf der Seite der Erwerbslosen oder der anderen finanziell benachteiligten Menschen zu stehen.

Doch wäre das wirklich der Fall, so müssten alle diese Menschen letztendlich einsehen, dass eine Gesellschaft, alle gemeinsam nur das einnehmen und ausgeben kann, was gemeinsam durch die Lohnarbeit dieser Gesellschaft auch im Verlaufe eines Jahres erwirtschaftet wird. Vergleicht man das mit einem Landwirt, so kann doch auch nur das verbraucht werden, was innerhalb eines Jahres geerntet wird.

Und für beide Fälle gilt doch auch, dass man nur das Ansparen kann, was von einer “guten Ernte” vielleicht der Fall ist. Aber während man von einer Ernte eines Landwirtes eines Jahres vielleicht über ein Jahr hinaus leben könnte dürfte das mit einer angesparten Geldleistung kaum möglich sein. Denn wohl jeder kennt ja das Zitat: “Geld kann man nicht essen!” Übrigens auch das nicht, was es nach einer eventuellen Mißernte zu verteilen oder zu erwerben gibt.

Und aus den oben geschilderten Gründen muss man nun einfach in diesem Staat damit beginnen, die Abkopplung der erwerbsfähigen und erwerbswilligen Menschen von der Erwerbsarbeit zu beenden, den Menschen, die sich nicht an einer Erwerbsarbeit beteiligen wollen und stattdessen sich lieber an den mannigfachen Aufgaben in einem Haushalt oder zur Kinderbetreung oder anderer Weise beschäftigen möchten oder vielleicht auch gar nicht, sollte man dieses auch freistellen. Denn die Freiheit des Einzelnen darf doch niemals von seiner Lohnarbeitswilligkeit abhängig gemacht werden.
Und auch die Sozialgerichtsbarkeit in Deutschland scheint diesbezüglich schon wesentlich weiter zu sein, als die Regierung, das Parlament, die Arbeitnehmer-und Arbeitgebervertretungen.
Denn hier wird in der Entschädigungsverordnung zur Wahrnehmung von Terminen den Hausmännern und Hausfrauen eine Entschädigung von 12 Euro die Stunde für einen Zeitraum von bis zu 12 Stunden am Tag gewährt.

Alle diese Gründe sprechen in meinen Augen unbedingt dafür, ein linkes bedingungsloses Grundeinkommen +Mindestlohn + radikaler Erwerbsarbeitszeitverkürzungen + einer Arbeitskraftabgabe einzuführen und möglichst schnell im Parteiprogramm einer linken Partei aufzunehmen und auch einen Gesetzentwurf hierfür zu entwickeln.

Denn die bürgerlichen Grundsicherungsmodelle, ausschließlich über die Verbrauchssteuern finanziert und vielleicht von vornherein zu niedrig angesetzt dürften genau die gegenteiligen Effekte für die Menschen haben und wirklich immer niedrigere Löhne nach sich ziehen.

Das kann und darf aber nicht der Sinn und Zweck eines linken BGE werden!

Ich selbst halte übrigens ein einheitliches individuelles BGE in Höhe der Pfändungsfreigrenze für am Sinnvollsten, vom Säugling bis zum Greis, sollte jeder in Deutschland lebende Mensch einen Anspruch von

ungefähr 1000 Euro im Monat bekommen. Und erst hiernach sollte die Besteuerung von zusätzlichem Einkommen in der dann erforderlichen Höhe beginnen.

Viele Menschen würden durch ein linkes BGE ausschließlich gewinnen wie zum Beispiel:

Auszubildende/SchülerInnen
Studierende
400 Euro-JobberInnen
Hausfrauen/Hausmänner
SoldatInnen/Soldaten (insoweit sie den Job nur des Geldes wegen machen und sich dann vielleicht lieber dem Frieden widmen)
Erwerbslose, kranke und behinderte Menschen
und vielleicht noch viele andere Personengruppen die mir vielleicht gerade nicht mehr einfallen.

Und abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass gerade ein BGE ein wirklicher Beitrag zum Bürokratieabbau wäre, viele unterschiedliche Kassen würden nicht mehr benötigt werden und die dort beschäftigten Menschen könnten stattdessen mit sinnvolleren Aufgaben versehen werden als an einem oder mehreren bürokratischen Monstern mitzuwirken.

Abschließend möchte ich noch mitteilen, dass in meinen Augen eine Gesellschaft nur dann eine wirkliche Zukunft hat, wenn sie die Arbeit und zwar die Lohnarbeit/Erwerbsarbeit und die Arbeit für eine erfolgreiche Reproduktion wie Hausarbeit, Sorge, Erziehung, Pflege usw. gleichberechtigt würdigt und zumindest in Höhe eines BGE angemessen und der Menschenwürde entsprechend für alle Menschen gleicher Maßen würdigt.

Durch Resignation und Depression in großen Teilen der Bevölkerung wird man niemals eine wirkliche gute Zukunft für eine Gesellschaft gewinnen.

Darum, für ein schönes Leben! Für das Bedingungslose Grundeinkommen für alle Menschen und zwar so schnell wie möglich!


Ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist keine Utopie!

BGE, Bruttolohn und Krankenversicherung, usw.

Wie viel müssten die Arbeitnehmer in unterschiedlichen Familienständen oder als Alleinlebende brutto mit Erwerbsarbeit verdienen, um ein BGE von z.B. 1000 bis 5000 Euro netto zu erhalten:

BGE                                                                                           Monatsbruttolohn 

Lediger Alleinlebender:          1000 Euro                                                   1.349, 20 Euro

Paare ohne Kinder :                 2000 Euro                                                   3377,11 Euro 

Familien, 1 Erwerbstätiger,     3000 Euro                                                   4522, 27 Euro

1 Kind

Familien, 1 Erwerbstätiger,      4000 Euro                                                   5982,70 Euro

2 Kinder

Familien, 1 Erwerbstätiger,       5000 Euro                                                   7551, 92 Euro

3 Kinder 

 

Wären bei Paaren und Familien 2 Personen erwerbstätig müsste aufgrund der verschiedenen Steuerklassen der Monatsbruttolohn noch höher ausfallen)

 

 

Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (1998-2008)

Das Bundesministerium für Gesundheit veröffentlichte am 04.03.2009 die Kennzahlen und Faustformel der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von 1998 bis 2008.
Unter Anderem erhält man eine Übersicht der Gesamteinnahmen und-ausgaben der (GKV).
Aus dieser Statistik lässt sich entnehmen, dass die Einnahmen jährlich kontinuierlich steigen, wobei die Ausgaben zwischen 2003 und 2004 sinken. Dabei ist zu beachten, dass seit 2004 ein Zuschuss vom Bund den Einnahmen hinzugerechnet wird. Ohne diesen Zuschuss wären die Einnahme-Steigerungen wesentlich geringer.
Einen Vergleich der Ein- und Ausgaben sehen Sie in der Grafik. Der Bundeszuschuss ab 2004 ist auf der Sekundärachse hinzugefügt.

Jahr

1998

1999

..

2007

2008

           
Einnahmen insgesamt

127,8 Mrd.

131,2 Mrd.

 

156,1 Mrd.

161,7 Mrd.

Bundeszuschuß

0 Mrd.

0 Mrd.

 

4 Mrd.

4 Mrd.

Ausgaben insgesamt

127 Mrd.

131 Mrd.

 

154 Mrd.

161 Mrd.

Um in einem BGE alle in Deutschland lebenden Menschen in der gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern, wäre pro Person ein Krankenversicherungsbeitrag von ungefähr 200 Euro im Monat erforderlich, der fast genau mit den dann nach den derzeitig gültigen Mehrwertsteuersätzen (Mehrwertsteuer aus dem Gesamt-BGE) abgedeckt wäre und auch aus dem BGE  heraus finanziert werden sollte. 

Berücksichtigt man die Berechnungen der Regierung, dass die „Sozialausgaben“ derzeit ungefähr 760 Milliarden Euro betragen dürften die Ausgaben für ein Bedingungsloses Grundeinkommen eigentlich nicht wesentlich höher ausfallen, da zahlreiche derzeitige Transferleistungen, wie Kindergeld, Kindergeldzuschuss, Familienzuschuss des Öffentlichen Dienstes, Wohngeld, Elterngeld, Ausbildungszuschuss, Kreditfinanziertes Bafög, Kranken-und Arbeitslosengeld bis 1000 Euro, monatlich, Rentenzahlungen bis 1000 Euro, monatlich,  usw. usw. entfallen würden.

Selbstverständlich ist dieses nur eine laienmäßige Berechnung eines so genannten „kleinen Mannes“ von der Straße. Ich finde aber, dass es langsam an der Zeit sein sollte, das sich die Finanzexperten aller Bundestagsparteien mal daran machen sollten um endlich den Weg für das Bedingungslose Grundeinkommen frei zu machen.

Von Utopie dürfte in meinen Augen überhaupt nicht mehr die Rede sein! Und zur Besteuerung der Unternehmer  muss man sich  auch nur am skandinavischen Steuersystem orientieren! 

Mit freundlichen Grüßen für ein schönes Leben für alle Menschen

Hans-Dieter Wege, Oldenburg

Aktualisiert am 21. August 2009

1 Punkt2 Punkte3 Punkte4 Punkte5 Punkte [Ø 4,00]
Diesen Beitrag per E-Mail versenden Diesen Beitrag ausdrucken Diesen Beitrag kommentieren   » 11 Kommentare
 

11 Kommentare zu “Ein schönes Leben für alle Menschen als neue soziale Idee!”

  1. [...] Ein schönes Leben für alle Menschen als neue soziale Idee! « Menschen, Euro, Deutschland, Grundei… http://www.buerger-zeitung.de/2009/08/21/ein-schoenes-leben-fuer-alle-menschen-als-neue-soziale-idee – view page – cached   Bildmontage: HF (Aus der Sichtweise eines Arbeiters und fünffachen Familienvaters nach 38 Jahren Erwerbsarbeit) Von Hans-Dieter Wege Im Jahre — From the page [...]

  2. 2 Pobatschnig Karl - 24. August 2009 um 18:56 Uhr

    @Suppenkasper,
    bei einem derart gewichtigen Thema hätte ich doch erwartet, daß ihre Brüder und Schwestern im Geiste zumindest durch eine große Anzahl von Kommentaren ihre Zustimmung signalisieren. Dem ist offensichtlich nicht so. Könnte es daran liegen, weil Sie aus der Partei ausgetreten sind und man Sie nicht mehr lieb hat? (hehe)
    http://tinyurl.com/km6h99
    Aber Spaß beiseite. DasThema BGE wurde schon in einem anderen thread in der BZ angeschnitten und ich will meine dort geäußerten Vorbehalte hier nicht wiederholen. Was ich in allen Veröffentlichungen zu diesem Thema vermißt habe ist eine Aussage über den anspruchsberechtigten Personenkreis. Ich weiß, das ist ein Widerspruch in sich selbst, trotzdem ist es für mich die entscheidende Frage.
    Wenn ich z. B. in Google “Bedingungsloses Grundeinkommen” eingebe erhalte ich 103.000 Treffer. Die entsprechenden Zahlen untergliedert nach Hauptdomains lauten: für .de 73.200, für .at 7640 und für .ch 2070. Gebe ich aber “Conditionless Basic Income” ein sind es lediglich zwei, von denen sich einer sogar auf Deutschland bezieht. Also scheint es sich überwiegend um ein deutsches Vorhaben zu handeln.
    Um es ohne Umschweife zu sagen: ich fühle mich nicht in der Lage, mich kompetent über die Durchführbarkeit einer derartigen Maßnahme zu äußern. Genau so wenig möchte ich das Ganze aber als linke Spinnerei verunglimpfen. Mir liegt ein Arbeitspapier der ehemaligen „Initiative D“ zu diesem Thema vor, welches in vielen Teilen mit den suppenkasperschen Ausführungen überein stimmt. Einer der Verfasser ist übrigens promovierter Jurist, gut situiert, jeglichen Linksdralls unverdächtig und schätzt sich politisch selbst als liberal-konservativ ein, eine Einschätzung, die ich ohne Einschränkung teile.
    Hier noch ein Arbeitspapier(?) ihres ehemaligen stellvertretenden Parteivorsitzenden, der sich ziemlich deutlich zum Kreis der Ansüruchsberechtigten (bei Hartz IV) äußert: http://tinyurl.com/lfqrfb
    Pobatschnig K.

  3. 3 Suppenkasper - 24. August 2009 um 22:44 Uhr

    @Pobatschnig, Karl!
    Zum Problem Klaus Ernst werde ich mich ganz bestimmt hier nicht äußern.
    Ich habe in der Linken immer versucht mich dafür einzusetzen, dass eine Strategie zur Überwindung von Hartz IV g e w ä h l t wird, die die berechtigten Forderungen zur Erhöhung der Regelsätze mit der Höhe des geforderten Mindestlohnes und der notwendigen radikalen Verkürzungen der Erwerbsarbeit glaubhaft in Einklang bringen kann.
    Und genau dieses hat auch der Kreisverband der Linken in Oldenburg gefordert.
    Leider wurde das so nicht durchgesetzt und deshalb habe ich meine Konsequenzen daraus gezogen.
    Ein Mindestlohn von 10 Euro funktioniert eben nur in einer 38,5 Stunden bzw. 40 Stundenwoche.
    In diesem Moment muss man aber dann die Abkopplung von Millionen erwerbsfähigen Menschen von der Erwerbsarbeit in Kauf nehmen. Und genau in diesem Moment sehe ich bei der Linken zu diesem Problem keinerlei Unterschied zu den anderen Parteien.
    Mit einem BGE + Mindestlohn + radikaler Verkürzungen der Erwerbsarbeit hätte sogar der anfängliche Mindestlohn der Forderung von verdi in Höhe von 7,50 Euro ausgereicht.
    In meinen Augen sollte man weltweit eine Partei für ein schönes Leben fordern und versuchen zu gründen und ich meine das nicht nur in finanzieller Hinsicht, sehr sehr viele Probleme würden sich sicherlich allein hierdurch lösen.
    Und Deutschland würde es bestimmt gut tun Vorreiter für ein schönes Leben zu werden, anstatt vielleicht wieder im faschistischen, rassistischen und menschenverachtenden
    Gebiet aktiv zu werden. Und deshalb muss man faschistische Parteien auch verbieten!
    Und alle in Deutschland lebenden Menschen sollen selbstverständlich anspruchsberechtigt sein!
    Und Lager wie Blankenburg sollte man so schnell wie möglich auflösen und die Flüchtlinge und ihre Familienangehörigen sofort in freien Oldenburger Wohnungen unterbringen und ihren schulpflichtigen Kindern sofort den Schulbesuch ermöglichen.
    Eine Partei, die ein schönes Leben für alle Menschen fordert, dass wäre in meinen Augen wirklich mal eine neue soziale Idee!

    Gruß
    Suppenkasper

  4. 4 Pobatschnig Karl - 25. August 2009 um 07:49 Uhr

    @Suppenkasper,
    Sie werden nie ein Realpolitiker werden. Da Sie aber eine klare Aussage gemacht haben, will ich darauf eine genau so klare Frage stellen:
    >Und alle in Deutschland lebenden Menschen sollen selbstverständlich anspruchsberechtigt sein!
    Was geschieht mit denen, die mit Sicherheit auf Grund dieser “paradiesischen” Zustände zuwandern wollen? Werden Sie eine “Festung Deutschland” errichten? Oder wird es einen Stichtag geben, ab wann Menschen nicht mehr anspruchsberechtigt sind? Oder Zuwanderungsquoten?
    Pobatschnig K.

  5. 5 Suppenkasper - 25. August 2009 um 09:09 Uhr

    Hallo Karl Pobatschnig!
    Sie müssen nicht glauben, dass mir nicht sofort klar war, das Sie nur hier drauf aus waren um diese Frage zu stellen.
    Aber eigentlich hatte ich diese Frage ja bereits vorher schon beantwortet. Natürlich ist es vernünftiger, den Menschen in ihren Herkunftsländern zu helfen, anstatt sie dort auch nur auszubeuten.
    Aber für politische Flüchtlinge müssen immer die internationalen Rechte gelten und zwar ohne wenn und aber!
    Und dieses internationale kapitalistische Wirtschaftsystem
    gehört eindeutig überwunden und durch ein neues System ersetzt, welches allen Menschen gleicher Maßen gerecht wird und zwar international.
    Und vielleicht sollte man ja einfach mal die einseitigen Ideologien über Bord werfen und statt dessen auf ein LEBEN für alle Menschen setzen unter größter Rücksichtnahme auf Mutter Natur.
    Denn ansonsten erledigt sich vielleicht schon bald Alles von ganz allein?

    Gruß
    Suppenkasper

  6. 6 Pobatschnig Karl - 26. August 2009 um 14:11 Uhr

    @Suppenkasper,
    SIE MÜSSEN NICHT GLAUBEN, DASS MIR NICHT SOFORT KLAR WAR, DAS SIE NUR HIER DRAUF AUS WAREN UM DIESE FRAGE ZU STELLEN.
    #
    Wenn Ihnen das sofort klar war hätte Ihnen auch sofort klar sein müssen, daß ich keine Antwort darauf erwartet habe.
    #
    ABER EIGENTLICH HATTE ICH DIESE FRAGE JA BEREITS VORHER SCHON BEANTWORTET.
    #
    Haben Sie nicht!
    #
    NATÜRLICH IST ES VERNÜNFTIGER, DEN MENSCHEN IN IHREN HERKUNFTSLÄNDERN ZU HELFEN, ANSTATT SIE DORT AUCH NUR AUSZUBEUTEN.
    #Wie nennen Sie denn das, was die Rote Heidi seit Jahren so treibt? Oder die ganzen NGOs? Und kommen Sie mir vor allen Dingen nicht mit so Allgemeinplätzen wie „anstatt sie dort auch nur auszubeuten“. Nennen Sie einfach mal konkrete Beispiele. Ich weiß, daß in Pakistan Kinder Fußbälle auch für deutsche Profis nähen müssen. Das ist aber nicht mein Problem, sondern das der pakistanischen Regierung.
    Wenn Sie sich da von persönlich betroffen fühlen und Buße tun wollen frage ich mich, warum Sie sich nicht schon längst bei einer der vielen NGOs als Seniorenexperte beworben haben. Im Gegensatz zu der hier schreibenden Diplom-Sozialistin haben Sie doch einen richtigen Beruf gelernt und auch ausgeübt. Bei so einer Tätigkeit werden Sie zwar nicht reich, aber für Sie ist ein ruhiges Gewissen ja in erster Linie ein sanftes Ruhekissen. Einziges Risiko wäre möglicherweise, daß Sie sich dort etwas einfangen, von dem ihr Hausarzt das letzte Mal während seines Studiums gehört hat. Als Einstieg in ihre neue Tätigkeit empfehle ich Ihnen noch das Buch von Werner G. Keweloh „Dauertropf Entwickungshilfe“, auf das ich in einem anderen thread schon mal hingewiesen habe.
    #
    ABER FÜR POLITISCHE FLÜCHTLINGE MÜSSEN IMMER DIE INTERNATIONALEN RECHTE GELTEN UND ZWAR OHNE WENN UND ABER!
    #
    Und wie nennen Sie das, was hier abläuft? Ein Kameruner wie Felix Otto kann hier neun Jahre auf Kosten des Steuerzahlers leben, obwohl sein Asylantrag endgültig abgelehnt wurde. Dabei werfe ich ihm noch nicht mal vor, daß er gegen bestehende Gesetze verstoßen hat. Ich vermute in diesem Fall, daß er in seiner Unerfahrenheit irgendwelchen Linksanwälten auf den Leim gegangen ist, die sich auf diese Art ihre Mandanten beschaffen. Auch auf eine Rede von Ex-Bundespräsident Johannes Rau in diesem Zusammenhang habe ich schon mal hingewiesen.
    Hier noch einmal die dazu gehörige URL: http://tinyurl.com/mlswc7
    #
    UND DIESES INTERNATIONALE KAPITALISTISCHE WIRTSCHAFTSYSTEM GEHÖRT EINDEUTIG ÜBERWUNDEN UND DURCH EIN NEUES SYSTEM ERSETZT, WELCHES ALLEN MENSCHEN GLEICHER MASSEN GERECHT WIRD UND ZWAR INTERNATIONAL.
    #
    Sie wollen etwas abschaffen und wissen nicht, durch was es ersetzt werden soll? Und allen Menschen gerecht werden? Ich glaube Ihnen sogar unbesehen, daß Sie ihrem Egoismus abgeschworen haben, aber was ist mit ihren leiblichen Kindern? Entweder sind Sie ein Rabenvater oder Sie lügen.
    #
    UND VIELLEICHT SOLLTE MAN JA EINFACH MAL DIE EINSEITIGEN IDEOLOGIEN ÜBER BORD WERFEN UND STATT DESSEN AUF EIN leben FÜR ALLE MENSCHEN SETZEN UNTER GRÖSSTER RÜCKSICHTNAHME AUF MUTTER NATUR.
    #
    Beim Überbordwerfen lasse ich Ihnen gerne den Vortritt und für alle Menschen reichen meine Möglichkeiten bedauerlicherweise nicht aus. Für mich lautet die Reihenfolge schlicht und einfach: zuerst meine Familie bzw. ich, dann meine Verwandschaft, mein soziales Umfeld, mein Volk. Innerhalb des letzteren gibt es natürlich Ausnahmen, wie Sie sich sicher vorstellen können. Und ich bin keinem böse, der genau so denkt wie ich.
    Pobatschnig K.

  7. 7 Suppenkasper - 26. August 2009 um 18:58 Uhr

    @ Pobatschnig Karl!
    Menschenwürde erkämpfen! Unteilbar, überall und für Alle!

    Gerade weil ich an die Zukunft meiner eigenen Kinder denke, halte ich die Überwindung dieses asozialen Kapitalismus mit seiner dazu gehörenden neoliberalen asozialen Politik für dringend notwendig und zwar so schnell wie möglich.

    Und auch der deutsche Staat sollte politische Flüchtlinge auf gar keinen Fall abschieben, auch das halte ich mindestens für asozial und inhuman.

    Viel schlimmer finde ich es, wenn innerhalb kürzester Zeit hunderte von Milliarden Euro bereit gestellt werden für Banken und Unternehmen die vorher ihr Geld und das Geld ihrer Anleger in einer sträflichen Art und Weise verzockt haben.

    Das ist in meinen Augen genau das Gleiche, als würde man Spielern die ihr Geld in Spielcasinos, beim Lotto oder auf der Pferderennbahn oder was es sonst noch so gibt, verloren haben, zurückerstatten, damit sie wieder von vorne beginnen können.

    Und Sie, ich, und die ganze Bevölkerung dürfen das dann bezahlen.
    Da sollten Sie mal lieber drüber nachdenken!

    Und dann anschließend noch so heuchlerische Sprüche bezüglich der Staatsverschuldung eines Bundesfinanzminister der SPD wie, wir müssen auch die Zukunft der nächsten Generationen im Auge behalten.
    Davon wird mir kotzübel!
    Übrigens auch von faschistischem und rassistischem Gedankengut!

    Mit Grüßen für ein schönes Leben

    Suppenkasper

  8. 8 Pobatschnig Karl - 27. August 2009 um 10:03 Uhr

    @Suppenkasper,
    >Davon wird mir kotzübel!
    >Übrigens auch von faschistischem und rassistischem Gedankengut!
    Machen Sie aus ihrem Herzen doch nicht immer eine Mördergrube. Schreiben Sie einfach: Pobatschnig! Sie sind ein Rassist und Faschist! oder, falls Sie doch noch Zweifel an ihrer Unfehlbarkeit haben, können Sie natürlich auch schreiben: Pobatschnig! In meinen Augen sind Sie ein Rassist und Faschist. Ich verspreche Ihnen hiermit, keine Anzeige deswegen zu erstatten.
    Nur die Anrede Genosse verbitte ich mir.
    Für mich ist dieser thread beendet.
    Pobatschnig K.

  9. 9 Suppenkasper - 27. August 2009 um 12:10 Uhr

    “Für mich ist dieser thread beendet,” schrieb Pobatschnig Karl . Und zumindest mit dieser Reaktion unterscheidet er sich kaum von einigen linken GenossInnen.
    “Menschenwürde erkämpfen! Unteilbar, überall und für Alle!”
    Diese Aufforderung scheint für politisch aktive Menschen der verschiedensten politischen Gruppierungen wirklich fast eine unüberwindliche Herausforderung zu sein?

    Mit freundlichen Grüßen für ein schönes Leben

    Suppenkasper

  10. 10 Pobatschnig Karl - 5. September 2009 um 10:57 Uhr

    @Sppenkasper,
    sollte ihre schöne neue Welt so aussehen verzichte ich dankend: http://tinyurl.com/ksv4kx
    Pobatschnig K.

  11. 11 Suppenkasper - 5. September 2009 um 14:41 Uhr

    @Pobatschnig Karl!
    Menschenwürde erkämpfen! Unteilbar, überall und für Alle!
    Und wenn Sie lesen können, dann müssten sie eigentlich auch feststellen, dass ihr angegebener Link so oder so gesehen ins Leere schießt.
    Es sei denn, Sie wären ein Ignorant!

    Gruß

    Suppenkasper

Schreibe einen Kommentar

Bitte fülle das Kommentar-Formular möglichst vollständig aus. Die mit einem Stern gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

Netiquette
Bei der Kommentarabgabe ist die in Blogs, Foren und auch bei Newsgroups übliche Netiquette zu wahren. Du kommunizierst hier mit anderen Menschen, daher bitten wir Dich von Beleidigungen, Beschimpfungen oder ähnlichem abzusehen. Bei Missachtung der Netiquette muss mit Ermahnung bzw. Löschung des Kommentars seitens der Ansprechpartner gerechnet werden. Als "erzieherische" Maßnahme kann ebenso die Möglichkeit Kommentare abzugeben abgeschaltet werden.

NEU: Interaktive Karte

Suchen, finden, entdecken und ergänzen. Das bietet unsere neue interaktive Karte ab sofort.

» Die Top 10 Redakteure

Seite drucken zum Seitenanfang