Fördern und Fordern bei den Arbeitsagenturen; durch die Politik bestimmt
Wie uns ein Vertreter einer bekannten Partei aus Varel/Wilhelmshaven berichtete, werden Arbeitslose offensichtlich teilweise nur unzureichend über ihre Rechte aufgeklärt, während man auf der anderen Seite die Klienten wegen mangelnder Mitarbeit schnell mit Sanktionen belegt.Dass diese Vorgehensweise bewusst im Einklang mit den Statuten der Sachbearbeiter übereinstimmt, zeigt die Aussage eines (ehemaligen) Mitarbeiters. Dieser berichtete davon, dass man angehalten sei, die “Kunden”, sprich die Arbeitslosen, nicht über ihre Rechte umfassend aufzuklären, sondern diese gleich mit entsprechenden Formularen zudecken soll, damit diese gar nicht erst auf die Idee kämen, an die eigenen Rechte zu denken. “Solange man nicht explizit gefragt wird, gibt es auch keine Hinweise für den Kunden”, so die Aussage.
Gerne wird auch pauschal, oder eben in Fällen der Nachfrage, auch auf Seiten mit ellenlangen Gesetzestexten verwiesen, wobei eine einfache Verkäuferin hier das Verständnis für Gesetzestexte sicherlich nicht ganz ohne Probleme aufbringen wird. So wird lieber schon im Erstgespräch darauf hingewiesen (und zum Teil auch angefordert und mit einer Unterschrift besiegelt), welche Pflichten der Arbeitslose zu vollbringen hat, bevor dieser überhaupt an irgendwelche Förderungen denken mag. Das System sieht daher auch einen abstrusen Maßnahmenkatalog aller Art vor, um den Arbeitslosen aus der offiziellen Arbeitslosen-Statistik zu bringen. So wird z. B. ein arbeitsloser Bewerbungstrainer angehalten, an einem Bewerbungsseminar teilzunehmen. Wer als Arbeitsloser die Maßnahmen nicht oder nur mangelhaft befolgt, hat kaum Chancen und wird schnell mit entsprechenden Sanktionen belegt, welche in den meisten Fällen, wen wunderts, eben stark finanzieller Natur sind.
Dass dieses Vorgehen durchaus System und seine Berechtigung hat, beweist der andere perfide Umstand, dass selbst die Agenturen mittlerweile “insolvent” sind und Anordnungen seitens der obrigen Politik bekommen haben, alles Mögliche zu tun, um weitere Auszahlungen, welche die Staatskasse damit “belasten könnten”, zu vermeiden. Das gelingt natürlich legal und am besten mit fehlender Aufklärung; denn was der Arbeitslose nicht weiß, wird er eben auch nicht einfordern können. Da alles irgendwo fast unauffindbar und/oder unverständlich publiziert wird, unterstreicht zusätzlich noch dieses skandalöse Vorgehen. Daneben lässt sich für die Agentur auch noch ein Instrument der “Kann-Regelung” als Bonus mit ins Spiel bringen; es verhält sich nämlich keinesfalls so, dass der Arbeitslose, auch wenn er einen Antrag auf Leistungen stellt, diese dann auch immer problemlos bekommt…
So ist z. B. ein Fall aus Varel bekannt, wo ein Mann sich wegen bevorstehender Arbeitslosigkeit bei seiner Agentur gemeldet hatte und man ihm später seine Bewerbungskosten in pauschaler Höhe verweigerte, weil er den Antrag auf diesen, schon vor(!) seinen ersten Bewerbungen hätte stellen müssen. Der in seinem darauf gemachten Widerspruch von ihm geltend gemachte Umstand, dass man ihn darüber bei seinem Erstgespräch nicht aufgeklärt hatte, er ja vorher nicht schon wisse, wo er sich bewerben würde und man nicht jedes Mal (bei spontanen Bewerbungen) erst eine Bewilligung abwarten könne und er den Antrag bedingt durch die verspätete Aufklärung (welche in diesem Fall nicht durch das Amt oder eines Bearbeiters erfolgte) erst später nachreichen konnte, wurde mit einem mehrseitigen Ablehnungsbescheid, fragwürdigen Antworten (“man könne die Kosten ja bei der Einkommensteuererklärung geltend machen”) und diversen Phrasen aus dem Gesetz ablehnend beantwortet. Hier hatte sich ein Sachbearbeiter wohl mehrere Stunden die Mühe gemacht, diese Formulierungen u. a. auch aus dem Gesetz zu ziehen. Um den Ganzen die Krone aufzusetzen, würde eine weitere Widerspruchsmöglichkeit im Übrigen nur noch im kostenpflichtigen Klageverfahren vor Gericht zugelassen werden. So lässt sich natürlich dieser Sachverhalt auch schnell unter dem Teppich kehren; denn wer kann es sich wegen kleinen Summen schon leisten, gleich vor Gericht zu ziehen.
Während man die Klienten also ominöse Verträge, mit Sanktionsandrohungen unterschreiben lässt, werden auf der anderen Seite die Rechte des Einzelnen immer wieder und noch weiter beschnitten und sogar Desinformation betrieben. Den “Zockermanagern” von den Banken werden die Steuergeldmillionen vom Staat hinterhergeschmissen, während man bei den Arbeitslosen noch weiter einsparen will. Die Frage, welche sich hier in den Raum stellt, ist folgende: Wie lange werden sich die Arbeitslosen diese Drängseleien noch gefallen lassen?
Sicherlich noch sehr lange, was eben an der Einfach-Gestricktheit dieser Klientel Bürger in unserem Land liegt und dadurch, dass es auch hier leider noch immer ca. 8 Prozent Menschen unter den Arbeitslosen gibt, welche das System “Arbeitslosigkeit bzw. Hartz IV” geschickt für sich ausnutzen (was gerne die BILD und andere Medien dann pauschaliert aufgreifen und dann alle Arbeitslosen damit an den Pranger stellen) und damit besser leben und umgehen können, als wenn sie arbeiten würden. Dieser Typ Mensch hat eine einfache Denkweise mit Obrigkeitsdenken, was sich auch schon andere Leute im letzten Jahrhundert leider nur zu unrühmlich zu eigen gemacht haben. Man verteile in der Fußgängerzone ein paar bunte Fähnchen und Kugelschreibe und schon folgt die Masse dieser allgemeinen Verblendung, bis hin zur Wahlurne (sogar teilweise mit einem Steuergeldern bezahlten Fahrdienst). Eine bessere Bestätigung lässt sich für die eigene Politik nicht erbringen.
Spätestens aber in diesem Jahr, haben alle noch denkenden Wähler die friedliche und legitime Möglichkeit (welche man unbedingt wahrnehmen sollte) sich zu ändern, an den Stellschrauben der Politik zu drehen, um diesen (auch eigenen) Zustand zu verändern und eine bessere Demokratie für sich und andere zu schaffen. Dabei sollte man bedenken, welche Volksparteien die letzten 10-15 Jahre am Ruder waren, welche also erst diese Politik geschaffen haben.
Aktualisiert am 1. Juni 2009

[Ø 4,12]






>Dabei sollte man bedenken, welche Volksparteien die letzten 10-15 Jahre am Ruder waren,…
…aber auch nicht diejenigen vergessen, die ein verdammt schweres Erbe in die Ehe mitgebracht haben.
Hier noch ein Offener Brief, dem sicher auch die Leser_innen teilweise zustimmen können, die ansonsten eine andere Meinung als ich vertreten:
http://www.wemepes.ch/pdf/OffenerBrief.pdf
Pobatschnig K.
vor 3 Jahren war ich selber mal in der Situation (Bereich WHV) und musste alles offenlegen. Mein Antrag wurde gar nicht erst bearbeitet. Fazit: Ich bekam kein Geld und musste meine Altersvorsorge bis zum Schonvermögen aufbrauchen.
Übrigens sagte mir mein damaliger Berater, dass die Riester-Renter auch nicht sicher sei, da die nächste Regierung auch hier was ändern könnte. Die Ideen dafür sollen schon da sein.. Ich hatte meine Versicherung nach dem Ende meiner Arbeitslosigkeit gekündigt. Für mich ist das alles ein großer Schwindel. Sparen, damit der Staat später nicht einspringen muss. Ich frage mich, wozu ich dann noch die Arbeitslosenversicherung überhaupt noch zahlen soll.
ich glaube ich kenne den Bearbeiter. Zumind. die Bearbeiterin kenne ich gut. Kommt aus Hannover und wollte mir erzählen, dass ich (komme vom Land) hier auch ganz prima mit Bus und Bahn überall hinkommen würde. Da ich arbeitslos bin und die nächste Haltestelle 9 km weiter liegt um überhaupt erstmal irgendwo einzusteigen, ich nur ein Fahrrad habe, wollte sie nicht kapieren. Fakt ist, dass ich nun demnächst 200 km bis hinter Hamburg fahren darf um eine Stelle im Call-Center anzutreten. Wohn dort dann in einer kl. WGm, weil es anders nicht geht. Verdienen tue ich 1200 Brutto. Ich soll Telefonverträge verkaufen. Supi! Der Beschiss bei dem Laden wird vermutlich wohl mit staatlicher Hilfe gefördert, wie ich jetzt auch noch intern erfahren habe.
Die Bearbeiter drangsalieren und schickanieren, behandeln einen wie Abfall. Ich kam mir vor wie eine Ware namens Vieh, musste bis zum Sparschwein meiner Kinder alles offenlegen. Ins Callcenter kurz vor WHV sollte ich gehen und den Leuten Verträge unterjubeln, war kurz da und habe dann gekündigt, weil ich völlig fertig war und man mich auf Abschlüsse hin drangsalierte; jetzt soll ich in das nächste hier in Oldenburg, die für einen bekannten Laden arbeiten, weil ich sonst alle Ansprüche verliere. Jeder schimpft auf diese Telefonanrufe und auf der andern Seite wird dieser Sch. in Germany gefördert. Warum wacht keiner auf?
In Südamerika weiden zig Tausende von Rinder. Die hätten eine Kraft. Weil sie aber zu dumm sind, werden sie nach und nach abgeschlachtet.
“Fördern und Fordern bei den Arbeitsagenturen; durch die Politik bestimmt”
Gute Ideale! Lesen Sie doch mal, wer das bestimmt hat!
Verträge sind einzuhalten – selbst im Befinden sittenwidriger Aufgabenzuweisungen.
Vom Arbeitsamt missbraucht. Vom hiesigen SPD Abgeordneten R. Schwanitz gestützt. Mit der Prozedur einer Arbeitsgruppe des rechtschaffenen Parlamentes die mir aufgelasteten zum Eingriff verpflichtenden staatlichen Daueraufgaben in eine Ausnahme zur Regel des Funktionsvorbehaltes definiert und mich damit wohl zum Besten gehalten, da es zur Gewährleistung innerer Sicherheit und zur Kosteneinsparung einfach ideal so ist!
Hat mich mein Arbeitgeber Arbeitsamt (hier als Verfolgungsbehörde) für eingriffsbefugte Aufgaben zur Bekämpfung illegaler Ausländerbeschäftigung vielleicht selbst illegal und sittenwidrig beschäftigt?
Das/die Arbeitsamt/-agentur soll Maßnahmen durchführen um einen hohen Beschäftigungsstand zu erzielen, Strukturen verbessern um Arbeitslosigkeit zu senken, legale sozialversicherungspflichtige Arbeit vermitteln und durch Eingliederung in Arbeit Hilfebedürftigkeit beenden, um so mit Sozialleistungen Maß zu halten und das Steueraufkommen zu entlasten.
Für diese Aufgaben stellt mich das Arbeitsamt aushilfsweise 2 Jahre b e f r i s t e t ein, überträgt mir im privaten Rechtsverhältnis ohne meine Zustimmung Befugnisse aus der Eingriffsverwaltung des öffentlichen Rechts (im Konnex OWIG/Strafgesetz) und schickt mich zu Arbeitgebern die illegal Ausländer für sich arbeiten lassen und diese möglichst noch an andere Subunternehmer weiter verleihen, um dem Staat Sozialabgaben und Steuern zu hinterziehen.
Von den verbalen und versuchten tätlichen Angriffen, denen ich mich bei Kontrollmaßnahmen auf Baustellen, in Gaststätten, etc. auszusetzen hatte mal abgesehen, freuen sich die vielen betroffenen und von mir auch ohne Verdacht zu prüfenden Arbeitgeber natürlich nicht über mein unangekündigtes Erscheinen und meine präventiven und repressiven Kontrollaufgaben in ihren Betriebsbereichen.
Nach Ende meiner Befristungen und den von mir korrekt ausgeführten Diensten für das Arbeitsamt, bekomme ich diese Aufgaben der Verfolgung illegaler Ausländerbeschäftigung durch Einzel- und Gruppenermittlungen als wohlwollende Förderung meines weiteren beruflichen Weges schriftlich bestätigt. Nun darf, will und muss ich mich ebenfalls bei den von mir geprüften und angezeigten Arbeitgebern neu um Jobs bewerben, um meinen Lebensunterhalt weiter verdienen zu können und mein persönliches Fortkommen zu realisieren. Verständlicherweise stellt mich jetzt kein Arbeitgeber mehr ein und behält mich, mein Gesicht und meine vom Arbeitsamt für zukünftige Bewerbungsinitiativen bestätigten Ermittlungsaktionen gegen Arbeitgeber in missfälliger Erinnerung.
Durch diesen Missbrauch des Arbeitsamtes für teils unbegleitete leitende Betriebsprüfungen bin ich jetzt auf Dauer arbeitslos geworden und belaste so nun meinerseits zwanghaft auch wieder die Sozialkassen und Steuerzahler, für deren Entlastung ich doch einst vom Arbeitsamt eingesetzt und mit dieser staatlichen Daueraufgabe beauftragt bzw. ausgestattet wurde.
Also Aufgaben und Befugnisse wie etwa:
Für eine mittelbare Staatsdienststelle/Bundesverwaltung u.a. Vorinformationen über Wirtschaftsstraftaten zwecks öffentlicher Anklage zur Strafverhängung, aushilfsweise auf privatrechtlicher Grundlage, befristet zu beschaffen und zu sichern.
Wer hat hier diese Einschränkung verfassungsmäßiger Grundrechte zu verantworten?
Warum um Gottes Willen müssen solche eingriffsbedingte Aufgaben der Ermittlung unternehmerischer Straftaten von in privatrechtlich befristeten Verhältnissen stehenden Aushilfsangestellten durchgeführt werden, die nach ihrer Befristung auf diesen Arbeitsmarkt wieder angewiesen sind?
Eine widersinnige schmutzige Abfolge der Ausübung staatlicher Gewalt in XL-Strukturen.
Und übrigens, vergangene Jahre über dieses Problem können nicht heilen, erhärten indes diese deliktbehaftete Situation.
Viele Grüße
JoBeKa E-Mail: aob@1email.eu
Das alles hat System. Und zwar ganz offensichtlich ein gewolltes (wenn auch teilweise völlig schizophrenes):
Einerseits werden Antragstellern ihre berechtigten Ansprüche mit mehr als fadenscheinigen Argumenten verweigert bzw. wird versucht, diejenigen, die bereits im System sind, durch Schikanen rauszuwerfen . Andererseits werden diejenigen, die sich bereits im System befinden aber gleichzeitig durch absolut widersinnige Vermittlungen, Abkommandieren in aberwitzige Schwachsinnsmaßnahmen oder 1-€-Jobs dem System systematisch erhalten.
Warum werden z.B. einem Bauleiter Stellen als Vertreter für Baumaschinen, als Parkettleger und als Verkäufer in einem Baumarkt angeboten, obwohl sich durchaus eine geeignete Stelle als Bauleiter im eigenen Computer befindet?
Warum wurden Gymnastiklehrern und Kunsttherapeuten ABM-Maßnahmen als Sozialarbeiter vorgeschlagen, während Sozialarbeitern und Sozialpädagogen diese Chance vorenthalten wurde ?
Warum wurden ABM-Stellen erst so spät bewilligt, dass sie gar nicht mehr fristgerecht besetzt werden konnten? Warum wird ein Diplom-Informatiker, der noch nie im Leben etwas mit Kindern zu tun hatte, per 1€-Job als Kraft in einen Kindergarten verfrachtet, während Leute, die aus dem Bereich kommen leer ausgehen?
Warum wird einer 59jährigen gelernten Textilfachverkäuferin zwar eine a…teure 3jährige Umschulung zur Reisverkehrskauffrau (bereits an die 1000 als arbeitslos gemeldet) angeboten, was sie dann mit 62 !!! Jahren zur Berufsanfängerin in dem Job machen würde, während ihr ein kurzer und relativ günstiger Computerkurs in ihrem Bereich verweigert wird, der ihr die Möglichkeit bieten würde, in ihrem eigenen Beruf, den sie seit Jahrzehnten ausübt und in dem sie bereits fit ist, wieder eine Stelle zu finden? Mehr noch: warum wird ihr auf ihre Aussage hin, dann würde sie den eben selbst bezahlen, gedroht, wenn sie das mache, bekäme sie keine Leistung mehr, da sie dann ja dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stünde?
So ließe sich das Ganze ellenlang weiterführen.
Die Antwort ist ganz einfach: Auf diese Weise werden zum einen die Zahlen entsprechend frisiert, denn wie wir wissen, fallen alle, die in irgendwelchen Maßnahmen stecken, aus der Statistik heraus. Zum andern bleiben sie aber dem System sehr wohl zur weiteren freien Verwendung erhalten, da ihnen auf diese Weise auch noch die letzten Chancen genommen werden, beruflich wieder Fuß zu fassen. Und wozu das Ganze? Man stelle sich einmal vor, die von der Arge täten tatsächlich das, was sie offiziell sollen: gezielt Leute in die richtigen Jobs verfrachten. Was würde passieren? Die Arbeitslosenlosenzahlen würden tatsächlich (und nicht nur auf dem Papier) sinken. Das wiederum hieße: weniger Arbeitslose – weniger Verwaltungsaufwand ergo weniger “Verwalter”. D.h. im Klartext: mit jedem wirklich erfolgreich in einen passenden Job vermittelten Arbeitslosen wackelt der eigene Stuhl der Herrschaften ein bisschen mehr. Und wer will das schon? Also gilt das Prinzip, so viele Arbeitslose wie möglich im Käfig zu behalten, ohne dass es auffällt, damit man selbst seinen eigenen Hintern weiterhin so weich wie möglich betten kann.
@archer,
ich glaube nicht, daß die sogenannten Fallmanager und -managerinnen die bösen Jungen und Mädchen sind. Die dürften durch die schiere Masse der Arbeitsuchenden schlicht überfordert sein. Ausnahmen bestätigen auch hier selbstverständlich die Regel. Um es deutlich zu sagen: wäre ich Fallmanager und wäre nicht fest angestellt oder verbeamtet würde ich mir nicht die Rosinen aber eine davon heraussuchen und anschliessend die Fliege machen.
Interessanter ist m. E. der von Ihnen angesprochene Punkt der Weiterbildung/Umschulung. Sehen Sie sich einfach mal an, welche Summen da zur Verfügung gestellt werden, wer in den verschiedenen Räten der ARGE über die Vergabe dieser Mittel entscheidet und wer letztendlich diese Maßnahmen durchführt. Dann bekommt so manche sinnlose Maßnahme durchaus ihren Sinn.
Pobatschnig K.
Vor allen Dingen: Warum wird Leuten, die wirkllich um jeden Preis, und das ist wörtlilch zu nehmen arbeiten wollen, weder ein 1 € Job noch nennenswerte Umschulung oder Weiterbildung angeboten (“Umschulungen gibts schon Jahre nicht mehr!” “Für Weiterbildung ist kein Geld da!”, noch werden sie angeschrieben vom Arbeitsvermittler, sie sollen auf Jobmessen auftauchen (andere werden aber angeschrieben), warum wird wörtlich behauptet: “wir vermitteln aber nicht, das ist nicht unsere Aufgabe, wir zahlen nur Unterhalt!”, Und es gibt auch keine kleinen Maßnahmen wie Erziehungslotse, Integrationshelfer, Alltagshelfer, es kommt nichts, überhaupt nichts! warum nur die, die wirklich auf jeden Fall arbeiten wollen ? Das hat doch System, diese Menschen systematisch fertigzumachen!
Sprosse 9,
warum wollen sie denn so viel arbeiten, lieber Sperlingspapagei? Denken sie immer daran, dass sie im Besitz des sarazenischen Vogelgens sind, welches ihnen ganz andere Möglichkeiten verschafft, als “wirklich und wörtlich genommen um jeden Preis arbeiten zu wollen.” Sie könnten zum Beispiel schnäbeln, vögeeeln oder auch einfach nur mal ein schönes Ei legen.
…und Sonntags auch mal zwei!
@Vogelliebhaber,
>warum wollen sie denn so viel arbeiten, lieber Sperlingspapagei?
es hat etwas mit Würde zu tun. Mit der Würde, seinen und seiner Familie Unterhalt mit den eigenen Händen zu erarbeiten. Diese Würde hat man Millionen genommen und Herr Sarazzin wird der letzte sein, der sie ihnen zurück gibt.
Das schmälert aber nicht im geringsten seinen Verdienst, daß er eine längst überfällige Diskussion angestoßen hat.
Pobatschnig K.
Pobatschnig Karl!
Herr Sarrazin hätte sich vielleicht verdient gemacht, wenn er als aktiver Landespolitiker der SPD in Berlin für eine bessere Integration in Berlin gesorgt hätte.
Jetzt gegen alle Benachteiligten mit sozialrassistischen Sprüchen zu schießen ist kein Verdienst sondern eine Schande.
Denn die Sprüche mit dem warmen Pullover oder den Bratwürsten mit Sauerkaraut vom ALDI waren ja pauschal gegen alle Hartz IV-Betroffenen gerichtet.
Die meisten von ihnen hatten aber 40 Jahre und mehr Lohnarbeit auf dem Puckel und arbeiten auch heute noch, über eine Million von ihnen sogar ganztags.
Nachweislich handelt es sich bei Herrn Sarrazin also um einen Sprücheklopfer, der sich anscheinend in seiner Partei der SPD hiermit nicht durchsetzen konnte.
Und das ist auch gut so! Leider hatte der Regierende Bürgermeister von Berlin schon vor 2 Jahren nicht richtig reagiert, ansonsten hätte man den “Finanzexperten” schon da aus der SPD schmeißen müssen.
Und den Arbeitnehmern die sich am Stammtisch an diesen Sprüchen orientieren, sollten sich mal die Frage stellen, wer wirklich diese Finanzkrise und die Folgen daraus verursacht haben?
Die Migranten zumindest sind hierfür nicht verantwortlich.
Beste Grüße
Hans-Dieter Wege
PS: Noch ein paar ältere Verse von mir zu Sarrazin
Bundesbank und SPD: Endlich Sarrazin ade!
Thilo Sarrazin wirkt zunehmend verfahren:
Erwerbslose sollen Körperpflege sparen!
Man erkennt ihn an manch diffamierendem Spruch
Und womöglich sogar bald an seinem Geruch.
Als Bundesbanker handelt er nicht nach Verursacherprinzip –
Besser gegen Arbeitslose hetzen, wird zu seinem Prinzip.
Obwohl Banken und Spekulanten Krisenurheber waren,
Sollen die Ärmsten kalt duschen und dadurch Stromkosten sparen.
Die SPD zeigt längst nicht mehr ein Arbeiterparteigesicht,
Und noch immer kann ihr Mitglied sein dieser erbärmliche Wicht.
Sollte er selbst einmal in diesem Winter kalt duschen,
Würde er seinen kleinen Freund wohl vergeblich suchen!
Aufgrund bestehender Minderwertigkeitskomplexe
Hört er bestimmt niemals auf mit seiner üblen Hetze.
Den Eindruck, er arbeitet für FDP und CDU,
Bekommt man schnell, denn die SPD lässt ihn damit in Ruh!
Ungestraft agieren angebliche Experten der Bundesbank
Und machen sensible Menschen mit ihren kalten Sprüchen krank.
Mit ihren Berichten setzt unsere Presse noch manches drauf,
Derweil Sozialdemokraten hoffen, Thilo hört damit auf.
Als ehrenwertes Mitglied dieser einst so stolzen Partei
Gehört der Sarrazin bereits zum desolaten Einheitsbrei.
Besser wäre, Sarrazin riete das kalte Duschen
Seinen Genossen, die Problemlösungen suchen!
Hans-Dieter Wege (parteilos, Gegner asozialer Politik)
@Hans-Dieter Wege,
>>… und Herr Sarazzin wird der letzte sein, der …
ich hätte eigentlch erwartet, daß Sie sich hier die Möglichkeit einer Retourkutsche nicht entgehen lassen. (hehe) (Zur Erinnerung: Sahra / Sarah)
>… für eine bessere Integration in Berlin gesorgt hätte.
Dieses Integrationsgesülze geht mir langsam auf den Senkel. Sicher werden Sie auch unter den Leser_innen(!) der BZ Beifall dafür ernten, daß Sie hier weitere Verdienstmöglichkeiten für Ihre ehemaligen Parteifreunde und deren Brüder und Schwestern im Geiste einfordern. Integration ist in erster Linie eine Bringschuld. Nur hat sie sich zwischenzeitlich zu einem Industriezweig entwickelt, der von seinen Nutznießern mit Zähnen und Klauen verteidigt wird und dessen tatsächliche Kosten wie ein Staatsgeheimnis gehütet werden. Eine unvollständige und obsolete Liste finden Sie z.B. hier:
http://tinyurl.com/35xq53c
>Und den Arbeitnehmern die sich am Stammtisch …
Vielleicht sollten Sie(!) sich die Frage stellen, warum die Aussagen des Herrn Sarrazin soviel Zustimmung in den diversen Kommentarspalten finden oder wollen Sie im Ernst behaupten, daß die Schreiber allesamt aus den Dunstkreis von NPD & Co. kommen?
Thilo Sarrazin ist zumindest ehrlich. Er sagt, was er von u.a. Hartz-IVern hält. Ganz im Gegensatz zu denen, die sich den Kampf dagegen aufs Panier geschrieben haben und in Wirklichkeit die Verursacher und Nutznießer sind.
>Die Migranten zumindest sind hierfür nicht verantwortlich.
Das habe ich in keinem meiner Kommentare behauptet.
Pobatschnig K.
@ Sprosse 12,
Wert(h)er Pobat…,
meines Wissens haben Sperlingspapageien keine Hände, sondern Krallen. Vielleicht hat der eine oder andere auch einen an der Kralle.
“Mit der Würde, seinen und seiner Familie Unterhalt mit den eigenen Händen zu erarbeiten.” In der Antike nannte man solche Menschen schlicht Banausen. Und Arbeit ohne Einkommen ist wohl ziemlich würdelos. Ansonsten mögen sie wohl nicht ganz Unrecht haben. Sehe gerade, dass Erich Fromm bei mir zu Gast ist. Mal sehen, was er zu diesem Thema sagt. Aha: 1. Arbeit ist eine natürliche Reaktion auf existenzielle Bedürfnisse. 2. Arbeit ist ein Motor menschlicher Entwicklung. 3. Arbeit ist sinnvoller Bestandteil einer humanistischen Gesellschaft, in der der Mensch seelisch gesund sein kann. Na bitte.
“Das schmälert aber nicht im geringsten seinen Verdienst, daß er eine längst überfällige Diskussion angestoßen hat.”
Was Sarrazin angeht, so ist zu dem nicht viel zu sagen. Er prügelt halt auf die Schwachen ein. Erst waren es Hartz IV- Empfänger, jetzt sind es Muslime. Das ist sein Geschäft. Bin gespannt, wer als Nächstes dran kommt. Vielleicht Herr Sarrazin selbst? Indem man soziale Probleme biologisiert, wird man kaum Lösungen finden. In seiner Art Menschen zu verleumden, ähnelt er aber Herrn Westerwelle. Nur blöd, das der ausgerechnet im Sommer von Hartz IV-Empfängern Schneeschippen verlangte. Im Grunde genommen verstößt ein solches öffentliches Verhalten schon gegen die Menschenwürde, mit Meinungsfreiheit hat das nichts mehr zu tun. Andererseits zeigt der Fall Sarrazin aber auch, wie es m die SPD bestellt ist.
@Vogelliebhaber,
nehmen Sie verbotene Substanzen oder geht es Ihnen sonst irgend wie nicht gut? Ich benötige keinen Psychoklempner, um mich über mein Verhältnis zur Arbeit zu definieren.
>Was Sarrazin angeht, so ist zu dem nicht viel zu sagen.
Eine Menge Leute sehen das offensichtlich anders und aus Ihrem Mund (bzw. Tastatur) hören sich für mich die Begriffe Menschenwürde und Meinungsfreiheit ziemlich hohl an.
Pobatschnig K.
@Pobatschnig Karl! Wenn Sarrazin wirklich ehrlich wäre, hätte er all sein “Wissen” bereits vor Jahren als Berliner Finanzsenator der SPD zum Besten geben müssen, hatte er aber nicht.
Und die Hartz IV-Betroffenen und die Hartz IV-Gegner dürften wohl kaum die Verursacher einer weltweiten Finanzkrise sein. Insoweit möchte ich Sie noch mal an die Immobilienblase erinnern, die durch die us-amerikanischen Banken verursacht oder zumindest ausgelöst wurde. Es dürften kaum Hartz IV-Betroffene und Hartz IV-Gegner sein, die hier auf wahnsinnige Renditeversprechen herein gefallen sind.
Und übrigens, bei vielen Mitgliedern der Partei die sich die Linke nennt, handelt es sich keineswegs um meine Schwestern und Brüder im Geiste.
Und diejenigen, die am Stammtisch die “Thesen” eines Herrn Sarrazin unterstützen, dürften wohl in ihrer Mehrheit Leser der Zeitung sein, die sich die Bild-Zeitung nennt und in welchem D U N S T K R E I S sich die Journalisten dieser “Zeitung” sich zur Zeit befinden, dürfte ja wohl offensichtlicher nicht sein?
Gruß
Suppenkasper
@16 Pobatschnig Karl
.
“Ich benötige keinen Psychoklempner, um mich über mein Verhältnis zur Arbeit zu definieren.”
.
* *
Sind sie da so sicher? Gerade von ihnen habe ich stets einen ganz anderen Eindruck.
@Suppenkasper,
>…hätte er all sein “Wissen” bereits vor Jahren als Berliner Finanzsenator der SPD …
Zustimmung
>Und die Hartz IV-Betroffenen und die Hartz IV-Gegner …
Kommen Sie doch nicht immer mit diesen Binsenweisheiten. Eine Diskussion über die Immobilienblase dürfte allerdings den Rahmen der BZ sprengen.
>… handelt es sich keineswegs um meine Schwestern und Brüder im Geiste.
Sind Sie deswegen ausgetreten? Vielleicht hätten Sie sich schon vor Eintritt in die Partei hiermit vertraut machen sollen:
Feind -> Todfeind -> Parteifreund
>… dürften wohl in ihrer Mehrheit Leser der Zeitung sein, die sich die Bild-Zeitung nennt …
Auch wenn ich mich wiederhole und Sie es offenbar nicht wahrhaben wollen: die Zustimmung für Herrn Sarrazins Thesen kommt nicht nur aus Kreisen der Bild-Leser. Die Kommentarspalten sowohl der überregionalen Printmedien wie auch der TV-Sender sprechen hier eine ziemlich deutliche Sprache.
Was nun Ihre Kritik an den “Journalisten dieser “Zeitung”” betrifft, so kann ich diese nicht nachvollziehen. Meine einzige Erklärung wäre, daß Sie als politischer Extremist keine Meinung ausser der Ihrigen tolerieren.
@Kindergartentante,
>Gerade von ihnen habe ich stets einen ganz anderen Eindruck.
Was für ein Glück, daß Sie nicht die Möglichkeit haben, mich aus diesen Grund in gewohnt kommunistischer Manier weg sperren zu können. Solange die Moderatorinnen und Moderatoren mich hier schreiben lassen, werden Sie mit meinen Kommentaren leben müssen.
Pobatschnig K.
@Pobatschnig Karl! Das ausgerechnet Sie mir vorwerfen, ich wäre ein politischer Extremist wird wahrscheinlich viele der hier mit lesenden Menschen zum Nachdenken anregen und dafür muss ich Ihnen ja dann eigentlich dankbar sein.
Aber ob Ihre Meinung hier wirklich jemanden ernsthaft interessiert dürfte doch stark zu bezweifeln sein.
Es stimmt allerdings, ich bin für eine neue und bessere demokratische Gesellschaft, übrigens auch international, aber ich glaube eine solch notwendige neue Gesellschaft kann sich weder Kapitalisten noch Pseudosozialisten oder auch Pseudokommunisten leisten.
Allerdings Rassisten und Faschisten schon gar nicht!
Gruß
Hans-Dieter Wege
@Hans-Dieter Wege,
>Das ausgerechnet Sie mir vorwerfen, ich wäre …
machen wir heute einen auf Sensibelchen? Auch ich bin dankbar, wenn “viele der hier mit lesenden Menschen zum Nachdenken” angeregt werden und ob meine “Meinung hier wirklich jemanden ernsthaft interessiert” ist mir solange gleichgültig, wie ich sie unzensiert äußern kann. Ich werfe Ihnen auch nicht vor, daß Sie eine “neuere und bessere demokratische Gesellschaft” anstreben, sondern der Personenkreis, mit dem Sie dabei zusammen arbeiten, ist mir mehr als suspekt.
>Allerdings Rassisten und Faschisten schon gar nicht!
Tun Sie sich keinen Zwang an. Ich habe schon in einem anderen thread geschrieben, daß ich Sie deswegen nicht strafrechtlich belangen werde. Um Ihren Vorwurf etwas zu untermauern:
1. Ich bin parteilos.
2. Ich war niemals Mitglied einer Partei, einer anderen Organisation oder irgend eines informellen Zusammenschlusses, welche vom Bundesamt oder einem der Landesämter für Verfassungsschutz beobachtet wurde.
3. Ich habe für keine der unter 2. genannten Vereinigungen haupt-, neben- oder freiberuflich bzw. unentgeltlich gearbeitet.
4. Ich habe für keine der unter 2. genannten Vereinigungen jemals kandidiert oder dafür gespendet.
5. Ich habe bis heute zwar kein gottgefälliges, aber bis auf eine Ordnungswidrikeit straffreies Leben geführt.
Ein Gruß auch Ihnen.
Pobatschnig K.
@ Pobatschnig Karl !
Muss ich Ihnen jetzt dafür dankbar sein, dass Sie mich nicht anzeigen wollen?
Ich finde jede/jeder zieht sich den Schuh an der ihr/ihm passt.
@Hans-Dieter Wege,
>Ich finde jede/jeder zieht sich den Schuh an der ihr/ihm passt.
Wo Sie Recht haben, haben Sie recht.
Pobatschnig K.
@ 21,
ob sie Wichtigtuer irgendeiner Partei angehören oder nicht, ist mir scheißegal. Das macht ihre bornierten Auffassungen, die sie hier zu verbreiten versuchen, auch nicht besser. Aus ihren Kommentaren kann ich nur herauslesen, dass sie, Allerwertester, ein notorischer Menschenfeind sind.
@Vogelliebhaber et al,
es ist ein Verdienst der BZ, daß hier auch Minderheitenmeinungen unzensiert bleiben und Sie und Ihre Brüder und Schwestern im Geiste ihren Senf erst im Nachhinein dazu geben können.
Für die geneigten Leserinnen und Leser verlinke ich hier auf einen Beitrag auf PI der zeigt, was unter linker Diskussionskultur zu verstehen ist:
http://www.pi-news.net/2010/08/es-wird-sowieso-rausgeschnitten-was-sie-sagen/
Pobatschnig K.
Das ist auch weiterhin deutsche Diskussionskultur:
FASCHISMUS IST KEINE MEINUNG, SONDERN EIN VERBRECHEN!
@Else Strathmann,
in #25 hatte ich “Leserinnen und Leser” geschrieben und nicht Leser_innen. Ich bitte Sie höflich, dies in Zukunft zu beachten.
Pobatschnig K.