CSD – und kein Karneval
Ich vermute, dass man im Hempel bereits eifrig an der Vorbereitung des Umzugs zum CSD-Tag bastelt – das finde ich gut, aber mich stört, dass die Demonstration zu einer Art Karneval verkommen ist, bei dem eine Clique vorführt, wie Lesben und Schwule nach Ansicht derer, die nicht dazu gehören, sein solten, nämlich laut, schrill und irgendwie anders.Das ist falsch.
Es gibt beim Menschen nur eine Sexualität und die ist bei jedem anders, bei dem einen so und bei dem andern so. Und alles ist richtig. Alles ist erlaubt, was im gegenseitigen Einvernehmen geschieht, wenn alle Risiken ausgeschlossen sind.
Das Menschenrecht der Selbstbestimmung beginnt damit, dass ich meine Form der Sexualität definiere – und nicht der Papst oder irgendein evangelikaler Prediger, oder ein muslimischer Imam.
Wenn also Lesben und Schwule für ihre sexuelle Selbstbestimmujg demonstrieren, setzen sie sich für die Menschenrechte aller ein – und das ist der Punkt, auf den es mir ankommt.
Denn:
Dieses Menschenrecht ist gefährdet.
So im Senegal, so im Irak, so im Iran, so in Rumänien und – so in Deutschland durch evangelikale Christen, die am 2o. Mai in Marburg zusammenlaufen, um Lesben und Schwule als krank zu diffamieren. Steht nämlich so in der Bibel.
Wäre das nicht ein Thema für den Oldenburger CSU?
Und bei dieser Gelegenheit: Warum distanziert sich die oldenburgische Landeskirche nicht von diesem christlichen Unsinn?
Klaus Dede
Aktualisiert am 8. März 2009


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CSDs heute
In beinahe jeder größeren Stadt in Deutschland gibt es heute CSDs, die größten in Köln (Cologne Pride) und Berlin. Die Paraden und Demonstrationen während des CSDs stellen mittlerweile ähnliche Attraktionen dar, wie beispielsweise Karnevalsumzüge oder die wesentlich neueren Technoparaden. In Köln hatte der CSD im Jahre 2002 (als Europride) mit 1,2 Millionen Beteiligten (Teilnehmende und Zuschauer) zum ersten Mal mehr Besucher in die Stadt gelockt, als der Rosenmontagszug und war damit der bisher größte CSD in Europa.
Die CSDs in Deutschland finden nicht genau am historischen Datum, dem 28. Juni statt, sondern an den Wochenenden von Juni bis August. Geplant, als Demonstration angemeldet und durchgeführt werden die CSDs von unterschiedlich strukturiertenen Organisationen oder Einzelpersonen vor Ort, häufig ehrenamtlich und in Vereinen organisiert. Als politische Demonstration, oft mit einem politik-bezogenen Motto, zeigen sich die CSDs meist in Form von Demonstrationsparaden und einer anschließenden Kundgebung. Oftmals wird die Kundgebung von Künstlern mit Auftritten auf der Bühne unterstützt. Zusätzlich zur politischen Botschaft der CSDs wird dort gefeiert. Dieses Feiern des eigenen Lebensstils begründet sich aus dem Ursprung des CSDs: die Beteiligten zeigen oft demonstrativ, dass sie stolz auf sich, ihr Leben und ihre sexuelle Identität sind (daher die Bezeichnung Gay Pride (= „homosexueller Stolz“) für CSDs in englisch-sprachigen Ländern).
Neben der CSD-Parade und den Abschlusskundgebungen gibt es in vielen Städten ein- bis mehrtägige Straßenfeste und Kulturwochen mit bekannten Künstlern, politischen Veranstaltungen, Vorträgen, Lesungen und Partys.
Ohje – Also: Zum einen muss ich mal diese „Christen“ bemühen sich eine „originale“ Bibel zu besorgen; und diese, falls man die Sprache beherrscht, auch richtig zu übersetzen. Denn dort steht nirgendwo, dass homosexualität verboten ist oder schlimm ist; gemeint ist dort das eheliche Verbrechen – ob Mann oder Frau. – Jedoch soll das ein anderes Thema sein. Denn ich könnte…egal. Zum Thema Karneval muss ich an dieser Stelle sagen :“Stimmt, Herr Dede“. Die letzte Veranstaltung bzw. Demonstration habe ich auch nicht besucht, da es am Thema vorbei ging. Jedoch habe ich auch irgendwo gelesen, das der Lust e.V. diesen Fehler einräumt und auch ändern will. Ich bin in jedem Fall gespannt.
Zunächst: Ich habe nichts dagegen, dass diejenigen, die das mögen, Karenval feiern und wenn das ein schwul-lesbischer Karneval ist, hat dieser auch meinen Beifall. Ich bin kein Spaßverderber und würde dabei sein, wenn ich ein halbes Jahrhundert jünger wäre, bin ich aber nicht – damit das klar ist.
Dann zur Korrektur:
In einem Punkt sind sich Juden, Christen und Muslime einig – sie lehnen die Homosexualität ab. Die Gründe sie unterschiedlich, aber die Konsequenzen gleich. Die Juden haben im Altertum ihre Schwulen gesteinigt, die Christen auf andere Weise ermordet (heute hindert sie der Staat daran) und im Iran baumeln sie an Galgen – so geschehen im Jahre 2008.
Das also ist abzulehnen.
Und nicht überall auf der Welt geht es so liberal zu wie bei uns. Ich nannte Uganda, den Senegal, aber auch Rumänien und könnte noch auf mehr Länder hinweisen.
Mir geht es um Folgendes:
Die existentielle Selbstbestimmung des Menschen beginnt damit, dass er seine Sexualität frei definiiert und nicht einem Dogma unterwirft, wie das die evangelikalen Pastoren bei uns fordern.
Ich möchte, dass das ins Bewusstssein gerufen wird und meine, dass dazu der CSD-Tag sehr geeignet wäre.
http://www.klausdede.de
Klaus Dede