Wer weiß was zum “Schlauen Haus”?
Liebend gern stöbere ich ab und an mal auf den Presseseiten des Internetangebots der Stadt Oldenburg. Dort stand in einer Pressemitteilung vom Freitag zu lesen, dass die Grünen dem Projekt “Schlaues Haus” ablehnend gegenüber stünden. Das aber wundere ganz besonders Dr. Rainer Lisowski, den Projektleiter der “Stadt der Wissenschaft 2009″.
Weiter ist zu lesen, dass es in dieser Woche eine Informationsveranstaltung über dieses Vorhaben geben soll – exklusiv für Ratsmitglieder (natürlich)! Wo sich Dr. Lisowski offenbar kopfschüttelnd dazu äußert, dass die Grünen doch wenigstens diesen Termin hätten abwarten können, frage ich mich als Einwohner dieser Stadt aber auch: Was hat es denn überhaupt mit einem “Schlauen Haus” in Oldenburg so auf sich? Und wer hat überhaupt was davon?
Bekommt man dort Antworten auf Fragen wie sie in Werbeangeboten auf den Privatsendern angeboten werden? Da kann man/frau per SMS seine – und sei es noch so dusselige – Frage an eine bestimmte Nummer schicken und bekommt offenbar vom SMS-Guru tatsächlich eine Antwort drauf (für bis zu 1,99 Euro – berechnet vermutlich je nach Dämlichkeit der Frage…).
Nein, Spaß beiseite. Das Oldenburger Projekt “Schlaues Haus” soll offenbar angelehnt an das Bremer “Haus der Wissenschaft” funktionieren. Das stellt an o.g. Termin dann auch der Vorsitzende des entsprechenden Vereins, Prof. Dr. Gerold Wefer, vor. Zusätzlich wollen sich (und ihre Kompetenz) auch viele Kooperationspartner in das Oldenburger Projekt mit einbringen, so z.B. OFFIS. Lisowski hat auch schon andere Partner mit inhaltlicher Nähe im Sinn, z.B. das Oldenburger Bundestechnologiezentrum BfE.
Weiß jemand von den Bürger-Zeitungs-Leserinnen und -Lesern vielleicht auch was darüber? Und wie ist Ihre Meinung dazu?
Aktualisiert am 27. Oktober 2008


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Gelesen habe ich auch schon einmal etwas darüber, aber ein klare Vorstellung fehlt mir. Die Pressearbeit zum “schlauen Haus” ist eher mager. Vielleicht ist das Haus einfach zu schlau?
Das Schlaue Haus soll nach Berichten der taz (siehe: http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/technische-spielereien-im-alten-gemaeuer/) ein mit High-Tech ausgestattetes Gebäude sein, das zeigt, was in Zukunft alles möglich ist.
Eigentlich eine prima Idee, zumal das Haus auch nur schlappe 200.000 Euro kosten soll und offenbar an den Schlossplatz angrenzt. Aber die Modernisierung dieses Asbach-uralten Gemäuers (aus dem 16. Jhdt.) ist mit 2,3 Mio Euro veranschlagt. Viel Kohle für ein “schlaues Haus”. Und wenn das Haus wirklich so schlau wäre, wüsste es auch, dass die Stadt Oldenburg eigentlich (fast) pleite ist und man so ein modernes Projekt auch günstiger bekommen könnte…
(vielleicht ist die Idee mit einer 0900-er Nummer oder kostenpflichtigen SMS gar nicht so dumm – dann könnte sich das “schlaue Haus” vielleicht selbst finanzieren)