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VfL vs VfB – DIE Party in BLAU!

08.09.2008, Beitrag von

Nach 64 Jahren ohne Pflichtspielsieg des VfL im Prestigeduell der beiden führenden Huntekicker-Teams gab der VfB dem VfL nun wirklich DIE Steilvorlage, diese bittere Serie endlich zu durchbrechen…, aber die Grünen nahmen die Chance nicht wahr. Jetzt sieht’s so aus, dass der VfB die 100 Jahre ohne Niederlage gegen die Grünen doch voll machen wird.Das Spiel begann eigentlich so, wie sich das die meisten erwartet hatten. Die Grünen spielten eher verhalten, nicht wie das eigentlich favorisierte Heimteam. Der VfL hatte diese Taktik bereits in der Vergangenheit oft gegen die Blauen benutzt. Die zuletzt doch sehr verunsicherten VfBer dominierten an der Alexanderstraße etwas überraschend die Partie.

Zwar erspielten sich die Grünen auch in der ersten Halbzeit gute und gar hochkarätige Einschussmöglichkeiten, aber der VfB hatte mehr vom Spiel und auch mehr Torraumszenen im Strafraum bei Marco Elia. Der Ex-VfBer im Tor des VfL hatte gut zu tun.

Und Elia machte seinen Job ganz überzeugend, bis Jonas Wangler an der rechten Seite frei zum Schuss kam.

Der 19jährige VfBer macht den VfB-Fans schon eine ganze Weile viel Spaß, heute schoss er ein blitzsauberes Tor. Der VfB führte verdient. (20. Minute)

Und er nahm die Führung auch mit in die Halbzeitpause. Allerdings ging man nur zu zehnt vom Platz. Ein völlig unnötiger, aber wohl auch berechtigter Platzverweis für Deumelandt sorgte für erheblich Gesprächsstoff beim Pausentee. Für Spannung in der zweiten Halbzeit war nun ganz sicher gesorgt.

Die zweite Halbzeit begann also mit einem zahlenmäßigen Übergewicht für die Grünen, nur auf dem Platz war davon so recht nichts zu sehen. Zwar wurden die Spielanteile der VfLer etwas mehr, dennoch hatte der VfB weiter einige Einschussmöglichkeiten und konnte sich erst einmal ganz gut verteidigen. Die wirklich scharfen Schüsse auf das VfB-Tor meisterte Christian Meyer gewohnt souverän. Er hatte sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit einige gute Szenen.

Rund 15 Minuten vor Schluss wurde es dann aber ganz brenzlig für den VfB. Malchow leistete sich bei einem allseitigen Gerangel an der Mittellinie eine saublöde Tätlichkeit. Direkt vor den Augen des nicht besonders guten Schiedsrichters. In diesem Augenblick machte der aber alles richtig und schickte Malchow vom Platz.

Nun war der VfB also mit neun Mann gegen elf Grüne in der Bredouille, Zeit war auch noch genug.

Allein der VfL fand überhaupt nicht zu einem gefährlichen Powerplay. Immer wieder wurden die Grünen leicht abgefangen, die Gefahr eines Ausgleichs schien dennoch so langsam näher zu kommen.

Und dann gab es eine Szene, die vom Schiedsrichter sehr fragwürdig gelöst wurde. Er pfiff eine Rückgabe zu Marco Elia. Freistoß im Strafraum der Grünen. Ob die Szene vom Referee korrekt ausgelegt wurde, ist strittig. Auch ich habe sie nicht richtig wahrgenommen. Nehmen wir einmal an, der Pfiff war korrekt. Alex Eckel scherte sich sowieso nicht um die Ursache für den Freistoß…, er zimmerte ihn schlicht in’s Netz. 2:0!!!! (89. Minute)

Damit war der Käse gegessen. Die letzten Versuche der Grünen wurden unter dem Jubel der VfB-Fans plattgemacht. Schlusspfiff! BlauWeiße Party!!

Von den rund 2500 Zuschauern an der Alexanderstraße outete sich nur ein kleiner Junge als VfL-Fan. Sei ihm gegönnt… Der Rest war in fast komplett in Blau gekleidet, und die VfB-Fans kannten jetzt kein Halten mehr.

Sie feierten ihre Helden so ausgelassen, wie man es seit dem letzten Jahr nicht mehr gesehen hatte. Rund neun Monate gab es nur Niederlagen oder Gurkenspiele. Die Stimmung erinnerte mich an den 3:2-Sieg gegen Kiel.

Ausgerechnet pünktlich zum Derby hat der VfB wieder so richtig einen rausgehauen! Man konnte die Steine plumpsen hören… bei den Fans und wohl noch mehr bei Trainer, Team und Vorstand.

Der Haussegen dürfte wieder gerade gerückt sein, mindestens mal für eine Weile.

Nicht auszudenken, wenn das heute schiefgegangen wäre!

Die Jubelbilder jedenfalls können sich fast mit der Meisterfeier Mitte letzten Jahres messen.

Der VfL muss nun auch noch zum SV Meppen, dem souveränen Tabellenführer. Aus Sicht des VfB sollten die vielleicht ruhig einen bis drei Punkte mitbringen. Der VfB selbst erwartet die Schießbude der Liga, den Heesseler SV.

Jetzt könnte man nachlegen…, dann ist erst mal Ruhe im Karton!

Und die letzten Zeitzeugen eines VfL-Siegs im Huntederby werden wohl bald allesamt auf dem Gertrudenfriedhof, unweit des VfL Stadions, Geisterwache halten. Und mittendrin der lachende Geist von Donnerschwee!

Die Bilder von der Party in BLAU gibt’s wie immer bei OlDigitalEye: 
www.flickr.com/photos/oldigitaleye/ 

Aktualisiert am 8. September 2008

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