Palais Rastede – Trau Dich doch einfach!
Nachdem wir ja hier im “Forum” der Bürgerzeitung doch oft Posts von wütenden Antifahexen und AntiDingsBumsFurien zu lesen bekommen, habe ich gedacht, ich schau mal, was man denen denn so zu Beruhigung empfehlen kann.Vielleicht wäre es ja ganz entspannend, für die allzu nervösen und weltfremden SpamPoster/innen, sich mal mit etwas Wichtigerem als dem Weltuntergang oder dem Sieg der Revolution zu befassen.
Wie wär’s denn mal mit Heiraten?
Zumindest solange die Revolution oder gar der Weltuntergang noch auf sich warten lässt?
Na… heiß drauf? Ich weiß doch, dass ihr das braucht…
Ich bin gerade mal bei einer Trauungszeremonie anwesend gewesen, schuldlos, unbeteiligt und nur beobachtend, aber da habe ich einen prima Ort entdeckt, wo man das ganze Procedere so richtig muckelig über die Bühne bringen kann. In Rastede, jawoll!
Dort gibt es ein schickes kleines Palais, von der Adelsfamilie gnädigst an die Kommune verpachtet und inmitten eines großen Parks mit mächtigem und sehr altem Baumbestand.
Und dieses kleine Palais ist nicht nur von außen betrachtet stilvoll und elegant, auch drinnen kann man sich durchaus adelig fühlen. In den recht vielen Räumen sind immer Ausstellungen untergebracht, die als Hintergrund für schicke Fotos nützlich sind. Die Räumlichkeiten sind prächtig mit Stuck versehen, und es gibt so manchen attraktiven Türbogen, der sich auf Fotos ganz besonders gut macht.
Der Garten ist geradezu ideal für schöne Fotosessions vor alten Bäumen, maroden Baumstümpfen und viel Grün ist auch drum herum. Vor der Fassade des Gebäudes und ganz besonders im Eingangsbereich mit der ausladenden Treppe lassen sich auch Großfamilien prima positionieren.
Und wenn dann der anstrengende Teil der Zeremonie erledigt ist, kann man z.B. den Janssen Hof – ebenfalls in Rastede – aufsuchen. Etwas versteckt neben der Hauptverkehrsstraße liegt der große Bauernhof. Aber da ist alles dabei. Kannte ich bisher noch nicht.
Urgemütliche Gastronomie, sogar allerlei Viehzeugs und auch das, was nach der Schlachtung übrigbleibt von den Kuscheltieren, kann man gleich nebenan im Hofladen einladen. Natürlich alles in Bio!
Besonders zu empfehlen, falls man mehrere Hochzeiten in absehbarer Zeit schließen will, die große Auswahl an selbstgebackenen Kuchensorten. Wer also nicht, wie ich als Fotograf, in den regelmäßigen Genuss dieser Torten kommt, kann also seine Torte entweder mehrmals heiraten oder sich hin und wieder für Abwechslung entscheiden… wie auch auf dem Kuchenteller. Der Aufwand lohnt sich, rund ein Dutzend köstlicher Torten warten auf die Hochzeiter - mit und ohne Sahne.
Wer’s entschieden punkiger und herber liebt, der kann sich aber auch kurzerhand mit einer Dose Bier und einer Bifi-Wurst auf dem Rasteder Bahnhof das Jawort abnötigen lassen.
Das gradlinige übersichtliche Gebäudeensemble, eine ehemalige Designstudie vom japanischen Architektur – Großmeister Ytong, lädt nicht zu mehrfachen Zeremonien ein. Aber so entkommt man dem Hochzeitsgedöns spätestens immer um 15 Minuten nach Voll - wenn der nächste Zug nach Oldenburg hoffentlich hält.
Na AntiFaX’s… is dat nix?
Schaut doch mal die Bilderserie an, so als (Ent)scheidungshilfe
www.flickr.com/photos/oldigitaleye
Aktualisiert am 22. August 2008


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