Die Staumacher von BW-Y-Tours
Es ist ja kein neues oder gar unbekanntes Thema, dass eine Stadt, auch eine nicht ganz so große, wie Oldenburg, sich immer häufiger Gedanken machen muss, wie denn der Straßenverkehr gerade in der engen Innenstadt flüssig funktioniert oder gar um überflüssigen Verkehr verringert werden kann.Oldenburg macht sich auch schon seit längerer Zeit Sorgen um die in den letzten Jahren aufgekommene Diskussion um die Feinstäube. Produziert vor Allem durch LKW–Motoren.
Lkws zerstören zudem in besonderer Weise die Strassendecken, verhindern wegen der Sperrigkeit gerade in der City sehr effektiv flüssigen Verkehr.
Oldenburg aber leistet sich einen extrem überflüssigen LKW – Verkehr!
Tagein tagaus, jeden Werktag, jede Stunde mit mindestens zwei schweren LKWs mit Anhänger. Stets völlig leer, Ladung ist überhaupt nicht vorgesehen. In exakt den engsten Strassen der City, mit stets unsicherer Fahrweise quälen sich diese großen schweren LKWs mit werbefreiem schneeweißen Kastenaufbau und Anhängern in Tarnfarben elendig langsam durch den dicksten Citystau. Produzieren nicht wenige Staus gar selbst.
In der Strasse am Schlossplatz, wo sowieso schon Parkplatzsuchverkehr alles verstopft, stehen sie planlos herum. Rund um den Wallring kann man sie scheinbar alle 10 Minuten, jeden Werktag, jede Stunde bemerken ….. wenn man einmal darauf kommt, sich über diese zutiefst blödsinnige Maßnahme Gedanken zu machen.
Darin sitzt stets ein gelangweilter Fahrlehrer, der sich selbst und seinen Fahrschülern damit eine Freude bereitet, dass sie sich bei ihrem fragwürdigen Tun wenigstens am Innenstadtleben satt sehen können.
Die Fahrschul-LKWs der Bundeswehr haben es sich zu eigen gemacht, zweifellos nötige Fahrstunden unnötigerweise konstant und durchgehend in den innersten Bereich von Oldenburgs City zu verlagern. Die verständlicherweise noch nicht so erfahrenen Schüler auf den großen Böcken zuckeln in Zeitlupe über den Wallring. Natürlich sparen sie die Promihochburg Dobbenviertel tunlichst aus, aber der Rest der City wird konsequent dichtgeparkt.
Selbstverständlich kann man so einen Quatsch allein schon auf den riesigen Kasernengeländen erledigen, ohne erst stundenlang von Bümmerstede über die Bahnhofsallee in die Innenstadt zu rollen und dann an der Weser – Ems – Halle Einparken zu üben. Man könnte auch in Außenbezirken, wie dem Hafengebiet, weitgehend innenstadtschonend herumgurken ……. aber das wäre ja auf Dauer zu langweilig.
Da natürlich die Bundeswehr neuestes Material dafür zur Verfügung stellt, sind die Motoren selbstverständlich emissionsarm ………. ist jedenfalls zu vermuten.
Ich kann mich erinnern, dass das einmal so geschrieben wurde. Keiner der schlauen Strategen ist jemals auf die Idee gekommen, dass eingesparte Emissionen an einem LKW um ein Vielfaches übertroffen werden, durch jene Verkehrsteilnehmer, die fluchend im Stau dahinter stehen. Soviel Weitsicht kann man von „Strategen“ in Uniform sicher auch nicht erwarten!
So dumm sind WIR Bürger nun nicht, dass wir Ursache und Wirkung nicht auseinanderhalten könnten! Da sollte schleunigst Abhilfe geschaffen werden!
Aktualisiert am 5. Mai 2008


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> So dumm sind WIR Bürger nun nicht, dass wir Ursache und Wirkung nicht auseinanderhalten könnten!
Der sehende Schreiber hält jedenfalls alle für bescheuert. Die Ursache ist ganz gewiss nicht ein einzelner Lkw, sondern ja wohl eher die Masse, jemand wie der Schreiber, die selbst der Stau sind, über den sie sich dann beschweren. Man setze sich in etwas schmaleres und überhole dann alle stehenden problemlos. Aber so einfach darf die Lösung nicht sein, weil Oldenburg schließlich eine Autostadt ist.
Udo, der “Schreiber” oder auch landläufig Autor beobachtet das ganze Geschehen staunend seitlich versetzt als Läufer vom Gehweg aus.
Wo zum Teufel soll man das Lkw-Fahren im dichten Verkehr lernen, wenn nicht in der Innenstadt?
Ich weiß zumindest aus meiner Pkw-Fahrschulzeit, dass die Fahrstunden in der Innenstadt diejenigen waren, die ich am nötigsten hatte. Die auf der Landstraße waren nach kurzer Zeit erledigt.
Man möge mir also erklären wo der Innenstadtverkehr sonst gelernt werden kann??
@ Chantal
Es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen sinnvollen privaten Fahrschulen und der tagtäglichen Massenproduktion von Hundertschaften nicht gebrauchter BW-LKW-Fahrer, die später nie mehr mit solchen Fahrzeugen zu tun haben.
Darüber gibt es genug Statistiken.
Dumm nur, wenn eine Stadt solch einen LKW-Zirkus aufgebrummt bekommt!
Also, ich weiß ja nicht…. Ich arbeite ja nun in der Innenstadt und mir sind die BW-Fahrschüler auch schon aufgefallen… Aber so dramatisch, wie der Autor dieses Artikels, finde ich das bei weitem nicht…..
Wir wohnen doch in der Großstadt und ob da nun zwei Lkws pro Stunde mehr fahren oder nicht…. Das ist mir persönlich völlig egal.
Und wenn wir hier eine BW-Fahrschule haben, dann bedeutet das Arbeitsplätze. Mögen nicht viele sein, aber jeder Arbeitsplatz zählt.
Dann will ich das mal noch etwas mehr präzisieren.
Die Lkws fahren nicht etwas zweimal die Stunde durch die Innenstadt … sie fahren vielmehr stundenlang durch die engsten Strassen der City.
Und die steuerfinanzierten Fahrschullehrer der Bundeswehr nehmen Fahrschullehrern im zivilen freien Arbeitsmarkt die Stellen schlicht weg.
Nicht dramatisch das Alles, aber in höchstem Maße unsinnig. Wie man es auch betrachten mag.
Na, das ist ja doll, was das Auge der Bundeswehr so alles aufdrückt. An Staus in unserer Autostadt soll sie Schuld sein, an den vielen Abgasen, den arbeitslosen Fahrschullehrern, an den Feinstäuben und dem rumpeligen Asphalt. Und sie verknappt absichtlich die Parkplätze.
Und der Anteil dieser Fahrzeuge? Hmmm, wohl weit unter 1/1000stel. Wie schaffen die das alles bloß jeden Tag? Die Antwort liefert das Auge selbst, denn es “beobachtet das ganze Geschehen staunend seitlich versetzt als Läufer vom Gehweg aus”. Na ja. Ein berühmtes Sprichwort sagt, “Die Qualität eines Radweges lässt sich nicht vom Auto aus beurteilen.”
@Udo
Das mit den Parkplätzen hast Du Dir aus den Fingern gesogen.
“Die Qualität eines Artikels lässt sich eben nicht vom Kommentator aus beurteilen …… ”
Wenn ein 1/1000 der Verkehrsteilnehmer 1000mal völlig sinnfrei um den Wallring rumpelt, erhöht sich eben auch die negative Wirkung.