Deutsches Liedgut neu belebt
Wer hat nicht manches Mal davon geträumt, die Zeit einfach mal zurückzudrehen und wie damals mit alten Gassenhauern zu feiern? Das Ambiente stimmte einfach – Auf den Tischen Salzstangen, und im Hintergrund sieht man eine Musiktruhe, die mit kleinen Singles und Alben bestückt ist. Hier konnte jeder auflegen – ob auf den Schallplattenspieler, das Tephiphon (Tefifon) oder dem Radio mit dem magischen Band. Nostalgisch mittlerweile, scheinen diese Dinge ausgestorben. Doch es gibt in der Tat noch Menschen, die mit dieser Zeit ihr Leben gestalten.
Andre Amberg, der Chansonsänger aus Oldenburg, ist einer von diesen Menschen. Das Wort Chanson mag er eigentlich nicht so gerne und nennt es lieber Schlager. Auch beim Betrachten der Wohnungseinrichtung mag man nichts anfassen und sich schon gar nicht in einen der Ohrensessel setzen, weil man Angst hat, etwas zu zerbrechen. Aber Amberg sieht auch das ganz anders. Selbst seinen Staubsauger, für den es keine passenden Beutel mehr gibt oder seinen Zauberspiegel (Fernseher), nutzt er alltäglich, als gäbe es auf der Welt nichts Besseres. Begriffe wie High Definition oder Flachbildschirm sind ihm zwar nicht fremd, aber er kann auch so sagen, welche Farbe das Kleid der Moderatorin im Fernsehprogramm hat.
Bei der Musikauswahl für seine Feiern, hat er klare Vorstellungen. Alte Schlager – gespielt durch warm klingende Röhren auf der Königin von Saba; im Übrigen keine Frau, sondern eine in Nussbaum gehaltene Musiktruhe, gefüllt mit Spitzentechnik aus den 50er Jahren, vom gleichnamigen Hersteller.
Seine Gäste sehen das ähnlich. Nicht umsonst ist er ein gut besuchter Gastgeber, bei dem die Musiktruhe erst morgens um vier Uhr abgestellt wird. Ein Mitfeiern ist auch überhaupt nicht theatralisch. Hierbei erfährt man eine Stimmung, die man sonst in keiner modernen Diskothek erleben darf. Man plaudert miteinander, hört sich Probleme an und erzählt sich das Allerneuste aus der Stadt. Gäbe es eine gleichartige Gaststätte mit solch einer Atmosphäre, wäre sie bestimmt jeden Abend bis zum Dach gefüllt.
Als Sänger arbeitet er gerade an seinem neuen Bühnenprogramm, um das Publikum mit Anekdoten und interessanter Filmmusik aus den 20er bis 40er Jahren zu unterhalten. Bei seinem Playbacks rauscht und knistert es ein wenig, so als hätte man gerade die Nadel bei einem Grammophon auf die Platte gelegt – kein Wunder, denn Amberg singt live nach Originalaufnahmen von Schellack. Wertvolles setzt halt oft Patina an.
Zeitgemäß tritt er in Frack und Chapeau Claque auf, und nur das Schnurlose Mikrofon lässt uns wissen, dass wir uns im Jahre 2008 befinden. Bei seiner Aufführung sollen die Menschen einfach nur träumen, genießen und vielleicht sogar in Erinnerungen schwelgen, weil sie vielleicht das ein oder andere Lied noch aus ihrer Zeit kennen. Oder sogar aus bekannten Filmen. Denn davon handelt seine Show – alte Filmklassiker und ihre lustigen Geschichten. Das alles in einer Darbietung zu bringen, ist für Andre Amberg eine große Herausforderung, dennoch sieht der Sänger darin auch eine große Freude.
Wer jetzt noch sein Interesse stillen will oder auch mehr Informationen über den Künstler selber in Erfahrung bringen möchte, der kann seine Internetseite unter: www.andre-amberg.de besuchen und sich dort sogar ein kleinen Streifzug in seinem Video ansehen. Oder aber er hinterlässt einen Eintrag im Gästebuch.
Aktualisiert am 25. Februar 2008


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Witzig, kannte ich bislang überhaupt nicht. Da ist man ab und zu doch erstaunt, was und wen es in Oldenburg alles so gibt. Habe mir auch die Internetseite angesehen. Danke für den Hinweis.
offensichtlich gibt es von andre amberg eine neue Internetseite unter http://www.AndreAmberg.de