Krematorium Discounter
Wenn es nach dem Herrn Exner von der NWZ geht, geht das Oldenburger Krematorium bald in private Hand über. Nun ist der Tod meist umsonst, die Beerdigung leider nicht. Wenn Oldenburg ein Mäc Asche bekommt, im Doppelsinn des Wortes, gibt es wahrscheinlich Mengenrabatt, was sich für Kegelvereine und Seniorenkränzchen durchaus empfiehlt. Da wahrscheinlich monopolartige Strukturen entstehen würden, so kauft sich ein Wilhelmshavener Krematoriumsunternehmer gerade in Emden ein und hat auch ein Auge auf das Oldenburger Krematorium geworfen, wirds für die meisten wohl eher teurer. Das ist auch der Grund, warum die hiesigen Bestattungsunternehmer sich dagegen ausgesprochen haben.
Wenn nun Herr Exner dem Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion Adler “Altmarxismus gegen alle Vernunft” vorwirft, entlarvt er sich eher als Privatisierungsideologen. Die Städte Bremen und Osnabrück haben bewusst auf eine Privatisierung verzichtet, weil bestimmte Dienstleistungen besser und billiger von der öffentlichen Hand wahrgenommen werden. Im Übrigen ist die Pietät auch eher gewahrt, wenn nicht Krematorien mit Lockangeboten in der Zeitung werben.
Bischöfin Käßmann etwa betonte, dass das würdige Gedenken nicht allein Sache des Geldbeutels und der wirtschaftlichen Verwertbarkeit sein könnte, auch wenn die Kirche sich neuen Formen des Gedenkens öffnen würde.
Aktualisiert am 9. November 2007










Mäc Asche und Co. fehlte uns gerade noch in Oldenburg. Das Leben und das Sterben werden nur im Dutzend billiger. Wann soll das denn entschieden werden?
Bestimmt haben Millionen Menschen, darunter viele Sozialschwache, wie zum Beispiel Sozialrentner und andere, momentan ganz andere Sorgen als die Linkspartei Oldenburg, die sich anscheinend Sorgen um den Geldbeutel der hiesigen Bestattungsunternehmer macht.
Vielleicht sollte sich die Bischöfin Frau Käßmann ja mal dafür einsetzen, dass die Kirche kostenlose Beerdigungen und Sozialgräber zur Verfügung stellt.
Ich stelle mir hierzu nur die eine Frage:
“Warum soll ich, der sein ganzes Leben lang fast ausschließlich im Discounter einkauft, nicht auch durch einen Discounter preiswert verbrannt werden?”
Es wird garantiert teurer wenn private betreiber das Krematorium in Oldenburg Betreiben, es könnte sich aber auch ein Leichentorismus entwickeln wenn die Betreiber von Wilhelmshaven das Krematorium übernehmen, da es sich micht lohnt beide Krematorien nicht voll auszulasten,es wird wohl dann darauf hinaus laufen, das ein Krematorium nur noch als annahmestelle gilt und mit Sammeltransportern die leichen zum anderen Krematorium verbracht werden
Wer in der Stadtverwaltung einen Bereich wie das Krematorium privatisieren will, obwohl es kein Minus macht, sondern sehr kostendeckend arbeitet, der hat nichts in der Verwaltung zu suchen. Er sollte vielleicht eher darüber nachdenken, dass seine Stelle wohl fehlbesetzt ist.
Jeder weiß doch, dass die Einäscherungen in den letzten Jahren und auch in Zukunft immer weiter steigen werden, oder warum möchten wohl immer mehr Private ein Krematorium betreiben? Bestimmt nicht, weil sie mit Minus in der Kasse nach Hause gehen wollen, und auch nicht, weil die Einäscherungszahlen zurückgehen werden. Denn welcher Unternehmer plant schon gerne mit rückläufigem Umsatz? Ich denke, dass die Angehörigen lieber ein Krematorium mit Kommunaler Aufsicht haben, obwohl es keine Kaffeetafel und sonstige Extraräume hat, als ein Krematorium, in dem alles teurer wird und nur die Betreiber und die Bestatter sich eine goldene Nase mit dem Leid der Hinterbliebenen verdienen. Die Einäscherung ist doch bis jetzt auch eine bezahlbare Lösung für sozial etwas schlechter gestellte Menschen, bei einer Privatisierung mit Sicherheit nicht mehr. Auch Politiker, die ein gut gehendes Objekt privatisieren wollen, sollten einmal darüber nachdenken, dass sie hier ein Unternehmen, das dem Bürger gehört (da es aus unseren Steuergeldern finanziert wurde) verscherbeln möchten und sie zum Wohle der Bürger Entscheidungen treffen sollten, damit sie uns nicht durch stark steigende Preise immer mehr in den Ruin treiben. Das Leben ist schon teuer genug, soll nun auch das Sterben und damit die Beerdigung unbezahlbar werden?
Wer ist in Oldenburg denn auf so eine schwachsinnige Idee gekommen? Man sollte doch lieber einmal darüber nachdenken, ob man nicht in anderen Bereichen der Stadtverwaltung Privatisieren sollte, die den Bürger nur richtig Geld kosten, da sie keine Gebühren oder ähnliches erheben, sprich keinerlei Einnahmen haben. Und wenn der Bürgermeister Geld sparen möchte, dann sollte er doch genauso wie sein Vorgänger Herr Schütz, alle Fahrten in Oldenburg auch mit dem Rad erledigen, gerade bei den heutigen Spritpreisen. Das aber nur am Rande.
Ein Krematorium, das auch noch Einnahmen hat und somit richtig Geld in den Haushalt wirtschaftet, gehört nicht in die Private Hand, sondern hat Kommunal zu bleiben. Das ist eine Stadt ihren Bürgern schuldig, denn es gehört ja dem Bürger und nicht der Stadtverwaltung. Selbst wenn es plusminusnull arbeitet, sollte die Stadtverwaltung es auf keinen Fall veräußern.
Jetzt ist es gerade wieder ganz aktuell, dass die Stadtverwaltung das Oldenburger Krematorium still und heimlich verscherbeln will, also irgendwann sollte der Bürger sich dagegen wehren, wie mit unseren Hab und Gut umgegangen wird.
Es scheint im Stadtrat immer wieder Fraktionen zu geben, die wackeln und sich nicht entscheiden können. Wahrscheinlich wollen sie dem Oberbürgermeister aber auch mal wieder Streicheleinheiten verpassen, da sie ihm so einiges gestrichen haben und nun ein schlechtes Gewissen haben. Aber dass sie damit dem Bürger und sich selber schaden, merken sie nicht. Obwohl das Krematorium kostendeckend arbeitet und es auch unter Komunalerregie in zukunft voll kostendeckend arbeiten wird, erkennen manche Politiker es nicht, aber sie waren schon immer Wackelkandidaten, mit denen man nicht rechnen konnte. Sie sollten sich aber einmal die Frage stellen, warum wollen immer mehr Privatanbieter ein Krematorium haben, sicher nicht, weil es nicht Zukunftsicher ist und es keine guten Einnahmen macht. Durch das Zögern der Politik und die Vergabe an Privatanbieter ist das Oldenburger Krematorium zum Scheitern verurteilt und auch das Einäschern der Verstorbenen wird für die Hinterbliebenen hiermit fast unbezahlbar, mal abgesehen davon, dass durch eine Privatisierung auch die Pietät auf der Strecke bleibt, denn wer fragt bei einem Trauerfall die Hinterbliebenen, ob ihr Verstorbener in einem Sammeltransport (wie es bei den Privaten anbietern üblich ist) zum Krematorium gebracht werden darf?
Es mag die Frage sein, wie Sinnvoll eine Privatisierung eines Krematoriums ist – doch mal sollte sich mehr mit der Frage beschäftigen – wie Privatisierungen überhaupt notwendig sind.
Privatisierungen wurden auf allen Ebenen nur durchgeführt, das eine Gewinnmaxiemierung für Unternehmungen erzielt wurde. Dies ging im Allgemeinen zu Lasten der Beschäftigten und zum Abbau von Dienstleitungen. Es ist also das Dreigestirn – Privatisierung, Gewinnmaximierung und Dienstleistung.
Verantwortlich für dieses Handeln sind nun einmal die Entscheidungsträger in den Parlamenten. Ein Jeder weis dieses und die Fortsetzung findet fortwährend statt. Ist es nicht eine Bestätigung dessen, das hier eine Politik für Lobbyisten geschieht?
Umgekehrt müsste die Frage gestellt werden: “Re-Privatisierung?” Es müsste eingehend untersucht werden, wo in welchen Bereichen eine Re-Privatsierung angebracht ist.
Da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen, wenn man tatsächlich einmal prüfen würde, was alles re-privatisiert werden könnte und müsste, dann würde man vor Staunen den Mund nicht mehr zu bekommen. Doch leider sind unsere Politiker überhaupt nicht gewählt, es zu prüfen, sonst müssten sie ja ihre Fehler eingestehen. Da sie meistens etwas auf den Weg bringen, wo ihnen voll der Durchblick fehlt und sie nur den Verwaltungsbeamten glauben, die selber keine Ahnung haben, sich aber profilieren wollen. Also sollte das Krematorium auch nur annähernd schwarze Zahlen schreiben, gehört es nicht in die private Hand sondern müsste kommunal bleiben und überlegt werden, was verbessert werden kann, um den Service und somit die Attraktivität zu stärken.
RE-PRIVATTISIERUNG,
Was so alles unter den Deckmäntel’chen der angeblichen Wirtschaftlichkeit geschehen ist, um Aufgaben der öffentlichen Hand umzuverlagern, das ist paradox. Es werden Menschen dafür bezahlt, die darüber nachdenken, wie mit immer weniger Menschen die gleichen Aufgaben erfüllt werden. Ob die Aufgaben mit 1 (T)Euro Jobber erfüllt werden oder der Wandel, von fester Beschäftigung mit der Bindung an Tarifverträgen des öffentlichen Dienst, zur stundenweise Beschäftigung unter anderen tariflichen Bedingungen erfüllt wird.
Privatisierung hatte auf der anderen Seite die “Erfolge”, das Arbeitsplätze abgebaut und vernichtet wurden (die Anzahl der Hartz IV Empfänger stieg folgedessen) und die Profit-/Gewinnmaximierung bei den Unternehmungen gestiegen ist.
Überfällig ist eine Bestandsaufnahme der Privatisierungen die bereits erfolgt sind. Gefragt sind wohl in erster Linie die Gewerkschaften und anderseits könnte sich Bürgerinnen/ Bürger sich einmal damit beschäftigen.
Eine wesentliche Frage muß dabei gestellt werden, nähmlich die, wer dafür die Verantwortung trägt?
Na wer sollte wohl dafür die Verantwortung tragen, die Politiker, weil sie es verzapft haben, und die Verwaltung, die es dem Politikern schmackhaft gemacht hat (ob mit richtigen oder getürkten Zahlen, sei einmal dahin gestellt). Die Bürger können meistens gar nicht mehr reagieren, da eine Stadtverwaltung solche Sachen hinter verschlossenen Türen in einem stillen Kämmerchen beschließen.
Ich denke eine Stadt wie Oldenburg, die sich Oberzentrum nennt, sollte nicht ihr ganzes Tafelsilber verkaufen und etwas weniger die Meinung eines OBs vertreten, dem als Nichtoldenburger eh nur sehr wenig an unsere Heimatstadt liegt. Ich erinnere hier nur noch einmal an sein Wahlversprechen, das er sofort nach Amtsantritt gebrochen hat. Da kommt einem der Verdacht, dass er eine Marionette oder der Platzhalter eines anderen ist oder er mit aller Gewalt diesen Posten haben musste, weil er in seinem alten Job keine Chancen mehr sah, sich zu profilieren.
Vielleicht wäre es von Vorteil für Oldenburg, er würde endlich sein Amt niederlegen, ich bin überzeugt davon, dass er keine zweite Amtsperiode in Oldenburg hat, da er diese Menschen, die hier wohnen, nicht kennt und nicht ernst nimmt, was ihm die Bürger aber bei der nächsten Wahl zurückzahlen werden.
Als Bestatter finde ich die Privatisierung des Krematoriums Oldenburg unverhältnismäßig! Es wirft für die Stadt Gewinne ab. Aber der OB wird wahrscheinlich noch das Rathaus verkaufen um an Geld zu kommen.
Massentransporte von Verstorbene darf es in Oldenburg nicht geben.
Jeder Verstorbenen sollte individuel alleine in einem Bestattungswagen zum Krematorium gefahren werden und nicht im Sargtransporter wie in Wilhelmshaven!
Dem OB ist die Würde des Menschen wohl egal!
Als Freiredner habe ich schon sehr intensive Gespräche mit Hinterbliebenen und auch diese äußern ihr Bedenken und Ängste, das es, wenn es um Einäscherungen geht, nicht ganz so Würdevoll behandelt würden wie bei Erdbeisetzungen. Bisher konnte ich die Hinterbliebenen mit gutem Gewissen beruhigen, da mir das Krematorium Oldenburg selber ein Begriff ist. Aber wie wird es sein, wenn es Privatisiert ist, ich habe dabei kein gutes Gewissen mehr. Aus diesem Grunde bin ich im vollen Umfang der Meinung meiner Vorredner und stimme auch dazu das Krematorium Oldenburg nicht zu Privatisieren. Darum bitte ich den OB und alle Ratsmitglieder GEGEN eine Privatisierung zu stimmen und die Vorschläge der Verwaltung( hier will sich einer ein Denkmal setzen, dem die Würde der Verstorbenen egal ist) abzulehnen.
Scheinbar ist nicht nur dem Oberbürgermeister die Würde des Menschen und der Verstorbenen egal, sondern auch einige Parteien im Stadtrat. Vielleicht würden diese lieber sehen wenn man die Verstorbenen Kompostieren würde, so Hart und Pietätlos es auch klingt, aber damit könnte man ja eventuell noch Geld machen. Vielleicht wollen diese aber auch wie schon von einem Vorredner erwähnt, dem Oberbürgermeister aber auch nur Honig um den Mund schmieren, weil diese dem OB seinen Bürovorsteher gestrichen haben.
Wer nun aber glaubt, die Stadt würde sich besser stellen, wenn man das Krematorium verpachtet, der täuscht sich. Andere Städte wie Bremen oder Osnabrück machen es vor, wie man mit einem Krematorium den Haushalt finanziert, ohne dem Bürger damit das letzte Hemd zu nehmen. Aber leider scheinen die Politiker hier in Oldenburg den Politikern andere Städte hinterher zu Hingen. Andere Städte schimpfen sich ja auch nicht Oberzentrum. Hier stelle ich mir nur die Frage “Oberzentrum von was?”. Gleichzeitig möchte ich hier auch noch einmal an das Versprechen unseres Oberbürgermeisters erinnern das er uns vor der Wahl gegeben hat. Mir scheint er versucht hier in Oldenburg die Bürger und die Politiker ständig irgend etwas vorzuspielen.
Als kleine Anregung möchte ich unseren Politikern als Vertreter der Bürger ( gewählte Politiker haben den Eid geschworen ” immer zum Wohl der Bürger ” und nicht gegen diese ” )noch mit auf den Weg geben, das sie einmal darüber nachdenken, ob es den Bürgern hier in Oldenburg zuzumuten ist, noch mehr zu berappen damit ein OB seine Pläne verwirklichen kann. Und haben die Verstorbenen und ihre Hinterbliebenen nicht schon genug mit ihren Abgaben und Steuern bezahlt.
@Lutz,
>( gewählte Politiker haben den Eid geschworen …
die Inauguration unseres OB war ja wohl mehr als formlos. Weder die Ratsmitglieder noch das Auditorium haben sich bei der Eidesleistung erhoben. Vielleicht liegt es ja daran.
Pobatschnig K.
Oberbürgermeister und Stadtverwaltung will Tafelsilber verscherbeln.
wie ich heute bei den amtlichen bekanntmachungen in der nwz gelesen habe, soll ja schon am 3.9.08 über die verpachtung des krematoriums entschieden werden. haben unsere politiker denn immer noch nichts gelernt, ich dachte die verpachtung ist vom tisch
Seinen Unmut über eine weitere Privatisierung aufzuzeigen, das ist begründet. Doch es nun an nur eine Person zu manifestieren, das ist nicht ganz richtig. Die “Ja-Sager” tragen diess mit. Man findet sie fast in allen Fraktionen. Sonst würde so etwas nicht geschehen.
Gleichzeitig sollte man sich damit beschäftigen, wer mit den Tod neue Geschäfte machen will, der handelt erwerflich. Und – Welche Interessen/Parteibücher stecken dahinter?
Sammelt weiterhin Bonuspunkte für die nächste Wahl!