Reaktivierung der Braker Bahn als Umgehungsstrecke ?
Mit dem Jade-Weser-Port ist mit einer hohen Belastung von Oldenburg durch Güterverkehr aus Wilhelmshaven zu rechnen. Güterzüge fahren oft auf lautem, alten Material, die Radkästen sind nicht abgedeckt, hohe Dezibelzahlen werden erreicht, so dass man einen Mindestabstand von 350 Meter von der Bahnstrecke gewährleisten sollte, für viele Stadtviertel in Oldenburg ist das nicht gegeben.Beim runden Tisch Bahnlärm einigten sich die “wichtigen” Akteure der Stadt Oldenburg, unter anderem Oberbürgermeister Schwandner, MdB Gesine Multhaupt, SPD Vorsitzender Wulf etc. in kleiner Runde, dass lediglich Lärmschutzmaßnahmen gegen die erwarteten Mehrbelastungen durch Güterverkehr durch den Jade-Weser-Port ergriffen werden sollen.
Herr Bredthauer von der Deutschen Bahn äußerte sich dahingehend, dass mit den täglich ca. 100 Zügen die erwartet werden (doppelt so viele wie zur Zeit, davon ein Drittel nachts) die Auslastung der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven immer noch nicht hoch sei. Deshalb sei eine mögliche Umfahrungsstrecke nicht im Schienenausbauprogramm des Bundes.
Für die Linkspartei ist dies kein Grund, nicht über eine langfristige Perspektivplanung nachzudenken. Der Jade-Weser-Port wurde ohne eine vernünftige Hinterlandanbindung geplant. Der zweispurige Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Wilhelmshaven-Oldenburg kostet große Summen. Weiterhin ist eine Troglösung unter die Bahnstrecke an der Alexanderstraße die immerhin 16 Millionen Euro kosten würde, geplant, die Eisenbahnklappbrücke über die Hunte ist störanfällig und langfristig abgängig. Die Verkehrsprobleme, die mit OBI/IKEA am Bahnübergang Stedinger Straße entstehen, sind nicht gelöst.
Deshalb schlägt die Linke ein Nachdenken über langfristige Lösungen der Verkehrsprobleme mit der Bahn vor und fordert eine Machbarkeitstudie für eine Streckenführung entlang der verkehrlich sowieso stark belasteten Bundesautobahn A29 als Umgehungsstrecke. Diese Steckenführung hat viele Vorteile. Die Bahnübergänge Ofenerdiek und Alexanderstraße entfallen, die altersschwache Klappbrücke über die Hunte entfällt, die Probleme an der Stedinger Straße würden entschärft, und vor allem: viele Stadtteile würden von dem verkehrlichen Lärm der Güterzüge entlastet. Nachteil: Allerdings würde ein Landschaftsschutzgebiet südlich von Bornhorst (nicht zu verwechseln mit den Bornhorster Wiesen westlich der Autobahn) als Anfahrt zum Bahnhof gestreift.
Wenn der politische Wille da ist, ließe sich langfristig auch eine solche Lösung verwirklichen, schließlich ist auch für die umstrittene Autobahn A22 Geld da.
Die Reaktivierung der alten Braker Bahnstrecke als Umgehungsstrecke, mit der viele Oldenburger liebäugeln, erscheint Fachleuten dagegen nicht sinnvoll, weil sie zu nahe an Wohnviertel in Donnerschwee und Etzhorn liegt, außerdem müsste die “Gummibahn”, weil sie auf moorigem Grund liegt, sowieso völlig neu gegründet und Brücken unter der Donnerschweer Straße neu gebaut werden.
Aktualisiert am 17. Oktober 2007









Geht meines Erachtens auch nicht mehr, zumindest innerhalb Oldenburgs wurden die alten Gleise zu Einfahrten der Firmen Büfa und Hego übergeteert, sie bilden heute die Einfahrten zu den jeweiligen Betriebsgeländen.
Die Braker Bahn brächte keine Lösung, die Strecke verlief ja von Oldenburg über Großenmeer nach Brake – wäre also ein unnötiger Umweg.
Wie wäre es mit der Reaktivierung Varel-Schweiburg-Rodenkirchen-Weserquerung(Brücke oder Tunnel)-Anschluß and das Schienennetz im Elbe/Weser Dreieck(nach Hamburg!!)?
Oder: Reaktivierung Ellenserdamm-Bockhorn-Westerstede-Ocholt – dann noch den Lückenschluss Sedelsberg-Friesythe(im Rahmen der Diskussion zum Gleisanschluss für den C-Port am Küstenkanal schon im Gespräch) …