Parkhäuser und andere Kleinigkeiten
Frühere Verkehrsgutachten kamen zu dem Ergebnis, dass die Parkhäuser in der Innenstadt nur sehr schlecht ausgelastet waren, das Parkhaus an der Staulinie zum Beispiel hatte bis auf Spitzenzeiten an Samstagen sowie an den Adventssamstagen eine so schlechte Auslastung, dass der Betrieb ökonomisch kaum rentabel war.
In einer Stellungnahme dreht das Citymanagement Oldenburg (CMO) diese Tatsache argumentativ einfach um. In Spitzenzeiten würde ein Großteil der Umsätze gemacht, deshalb hätte die Kaufmannschaft den “Eindruck”, dass das Stellplatzangebot in zentrumsnaher Lage zu Spitzenzeiten nicht ausreichen würde. CMO räumt in seiner Stellungnahme ein, dass dezidierte Angaben zur Auslastung der Stellplätze nicht vorlägen.
Trotzdem schätzt das CMO, dass etwa 800 Stellplätze zusätzlich zu den 2.850 vorhandenen, irgendwie fehlen und die geplanten 320 zusätzlichen Parkplätze beim ECE-Center nicht ausreichen würden. Auch die 200 Parkplätze, die bei den Heiligengeisthöfen entstehen, machten den Kohl nicht fett.
Die CMO schlägt deshalb die Verrohrung der Haaren entlang des Staugrabens und den Bau eines Teils unterirdischen Parkhauses an diesen Standort vor. Die CMO beurteilt diesen Standort wegen seiner unmittelbaren Nähe zum Stadtzentrum als besonders attraktiv. Allerdings müssten noch Bedenken des Denkmalschutzes wegen der historischen Bedeutsamkeit der Wallanlagen ausgeräumt werden, was mit der Begrünung des Parkhauses erfolgen könnte.
Ferner schlägt das CMO eine unterirdische Stellplatzanlage am Pferdemarkt vor, die zur Belebung der äußeren Heiligengeiststraße beitragen könnte
Das geplante Parkhaus auf dem ehemaligen Gelände der Telekom an der Amalienstraße mit geplanten 300 bis 600 Parkplätzen, das Oberbürgermeister Schwandner vorgeschlagen hat, beurteilt das CMO negativ, weil es durch seine Nähe zum ECE Einkaufcenter Wettbewerbsnachteile für die übrige Fußgängerzone befürchtet.
Abgesehen davon dass sich die Stellungnahme des CMO nicht auf Zahlen stützen kann und differenzierte Gutachten der Vergangenheit zu einem völlig anderen Ergebnis kamen, erstaunt die städtebauliche Inkompetenz, mit der das CMO nur auf quantitatives Wachstum, nicht auf qualitative Entwicklung einer urbanen City mit Einkaufsqualität und Aufenthaltscharme zu setzen vermag. Haarsträubend.
Aktualisiert am 14. August 2007


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Ich finde angesichts der Klimaaussichten, sollte Oldenburg sich nicht auf neue Parkplätze konzentrieren, um die Innenstadt attraktiv zu gestalten. Günstige Öffentliche Verkehrsmittel, Radwege und -stellplätze. P&R etc. sind wichtiger als weitere Parkplätze.
Es grüßt ein Radfahrer!
Heute findet übrigens eine Bürgerversammlung im PFL statt, bei der interessierte BürgerInnen sich über das geplante Parkhaus in der Amalienstraße informieren können. Oberbürgermeister Schwandner und Stadtbaurat Pantel wollen Rede und Antwort stehen.